Weg von Wien: Heurigenort Grinzing will eine eigene Gemeinde werden!
- Heurigenwirte fürchten Verlust des typisches Charakters
- SPÖ sei "Totengräber der letzten Grinzinger Weinhauer"
Seit 1114 existiert im Nord-Westen von Wien das urige Winzerdorf Grinzing. Seit 1891 ist der Wiener Heurigenort Teil des 19. Bezirks. Und genau diese Situation ist derzeit Stein des Anstoßes. So könnte sich Grinzing schon bald von Wien trennen und eine eigene Gemeinde werden - zumindest wenn es nach dem Willen der "Vereinigung der Freunde Grinzings" geht. Deren Obmann, der Heurigenwirt Franz Hengl , hat bereits entsprechende Schritte erwogen. Sollte in den nächsten Wochen kein deutliches Bekenntnis der Stadt Wien zum Dorf Grinzing erkenntlich sein, würden Schritte zur Loslösung Grinzings geprüft, hieß es.
Anlass für die Aktion ist ein Beschluss des Gemeinderates. Durch diesen sei der Umbau eines Heurigenbetriebes in ein Eigentumswohnhaus möglich geworden, kritisierte Hengl. Anstatt die Eigenheit und die Charakteristik des weltberühmten Weindorfes Grinzing "zu hegen und zu pflegen", betätige sich die regierende SPÖ als "Totengräber der letzten Grinzinger Weinhauer".
(apa/red)
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