Mittwoch, 6. Oktober 2004

Überraschung in Causa St. Pölten: Nach Krenn muss nun auch Weihbischof gehen

  • Rücktrittsgesuch von Fasching angenommen
  • PLUS: Infos zum Verwirrspiel um Weihbischof Fasching

Der Vatikan hat nach dem Rücktrittsgesuch von St. Pöltens Diözesanbischof Kurt Krenn auch jenes von Weihbischof Heinrich Fasching angenommen. Das berichtet die Zeitschrift "Kirche bunt" in ihrer aktuellen Ausgabe. Eine Bestätigung dafür gab es am Mittwoch in der Diözese St. Pölten nicht. "Wir harren auf morgen", sagte Christian Ebner, der Sekretär Faschings zur APA.

Der Weihbischof war am 24. Mai 75 Jahre alt geworden und hatte deshalb - wie es das Kirchenrecht nahe legt - seinen Rücktritt angeboten. Die Antwort aus Rom dazu stand bisher aus. Zuletzt wurde eigentlich vermutet, dass der Vatikan sich noch Zeit lassen würde, um dem voraussichtlichen neuen Bischof der Diözese St. Pölten, Klaus Küng, Gelegenheit zu geben, sich unter der Anleitung eines lang gedienten Weihbischofs einzugewöhnen. Fasching war 1993 an seinem Geburtstag ernannt worden. Seine Weihe erfolgte am 4. Juli des selben Jahres.

Den Posten des Generalvikars hat Fasching ja mit dem Rücktritt Krenns verloren. Jeder Bischof kann sich auch einen neuen Generalvikar ernennen. Ob der künftige St. Pöltner Oberhirte neuerlich einen Weihbischof bekommen wird, ist nicht bekannt. Die Information über die offizielle Bestellung von Küng als Krenn- Nachfolger dürfte am Donnerstag vom Vatikan erfolgen.
(apa)

6.10.2004 11:43