Granatenexplosion: Staatsanwaltschaft legt Beschwerde gegen Enthaftung ein
- Verdächtiger wurde zuvor aus U-Haft entlassen
- PLUS: NEWS deckt illegale Waffenlager in Wien auf!
·Granatenexplosion: Verdächtiger frei!
Höhenstraße: Tatverdacht laut U-Richter nicht erhärtet
·NEWS: Kriegslager im Wienerwald
Anonymer Anruf führt zu riesigem Waffenlager
·NEWS: Waffenlager im Wienerwald!
Die BILDER: Diese Waffen wurden gefunden!
·Sturmgewehre, MPs und Schwerter
Eine Chronologie der Waffenlager in Österreich
·Raketen-Anschlag mit Bunker-Waffe?
Kripobeamte befürchten Eskalation der Gewalt
·Wochenendfahrten in den Bürgerkrieg
Balkan: Wie Tausende Bürger an Front aushalfen
Nach der Entscheidung des Untersuchungsrichters Martin Bodner, den Mordverdächtigen im Fall der Granatenexplosion auf der Höhenstraße aus der U-Haft zu entlassen, wird die Staatsanwaltschaft Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) einlegen.
Laut Schneider ist dazu bis Donnerstag Zeit. "Wir warten noch auf den Beschluss des U-Richters", sagte der Sprecher. Der Anwalt des Verdächtigen, Herbert Eichenseder, war auf Grund einer Auslandsreise für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Der 38-jährige Niederösterreicher war am Montag aus der Haft entlassen worden. Untersuchungsrichter Bodner hatte bei der Haftprüfung entschieden, dass kein dringender Verdacht in Richtung Mord besteht. Auch Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr sah er nicht.
Die erste Haftprüfungsverhandlung muss laut Gesetz spätestens zwei Wochen nach der Verhängung der U-Haft durchgeführt werden. Liegt dringender Mordverdacht vor, müsste diese verlängert werden (Pflichthaft). Über den Mann war zunächst formell wegen des Ansammelns vom Kampfmitteln die U-Haft verhängt worden.
Am Freitag war eine gerichtliche Tatrekonstruktion durchgeführt worden, bei der der Mann seine Sichtweise des Hergangs der Granatenexplosion erklärte. Demnach will sich der Verdächtige als Waffenhändler versucht zu haben, der seine heiße Ware loswerden wollte. Dafür kontaktierte er mehrere Journalisten und das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT).
Die erste Übergabe erfolgte am 10. September. Bei der zweiten am 20. September auf einem Parkplatz über der Waldandachtssiedlung bei der Höhenstraße detonierten zwei Handgranaten und töteten die 39-jährige Sekretärin des Mannes. Bis ein Verfahren starten kann, wird es vermutlich noch einige Zeit dauern. Das Gutachten des Sprengstoffexperten werde in zwei bis drei Monaten erwartet, sagte Landesgerichtssprecher Friedrich Forsthuber. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
