Ab sofort vermittelt die Servicehotline
"ViennaMed" Ärzte für Hotelgäste in Wien
- Service-Nummer eingerichtet, Vermittlung kostenlos
- Für krank gewordene Wien-Gäste 24 Stunden erreichbar

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Gesundheitsprobleme, wie etwa Verkühlungen oder Zahnschmerzen, sind besonders auf Reisen doppelt belastend. Vor allem die Frage nach dem nächsten Arzt in Wien gestaltet sich für viele Touristen als nervenaufreibend. Um Abhilfe zu schaffen hat die Ärztekammer gemeinsam mit der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) am heutigen Dienstag die Servicehotline "ViennaMed" für erkrankte Wienbesucher präsentiert. Sie soll zu jeder Tages- oder Nachzeit Ärzte an Betroffene vermitteln.
Unter der Wiener Telefonnummer "513 95 95" können in- und ausländische Hotelgäste ab sofort einen Arzt aufs Zimmer bestellen. Die Hotline wird von der Wiener Ärztekammer finanziert und ist rund um die Uhr besetzt. Je nach Art des Gesundheitsproblems, Lage des Hotels und gewünschten Fremdsprachenkenntnissen wird bei Anruf der passende Arzt verständigt. Man vermittle aber nicht nur "Hausbesuche" sondern verweise auch auf die derzeit in der "ViennaMed-"Liste vertretenen 3.887 Fachärzte und 1.370 Allgemeinmediziner.
Vermittlung kostenlos
Die Hotelbesuche der Mediziner werden extra nach einem von der Ärztekammer festgelegten Empfehlungstarif verrechnet. Die Vermittlung hingegen ist vollkommen kostenlos.
Servicenummer
"ViennaMed" verstehe sich nicht als Notruf- sondern als Servicenummer. Für Schlaganfälle und dergleichen sei man nicht da, sagte der Leiter der Serviceeinrichtung Walter Ebm: "Wir grenzen uns bewusst vom Notruf ab". Im Falle von lebensbedrohlichen Zuständen sei nach wie vor die Telefonnummer 144 für Rettung beziehungsweise Notarzt zu wählen, so Ebm.
30 Sprachen vertreten
Vor allem auf die insgesamt 30 vertretenen Sprachen im Ärzte-Pool sei man stolz, denn bei gesundheitlichen Fragen seien "Sprachkenntnisse aus dem Speisekartenbereich zu wenig", so Ebm. "Weniger als 50 Prozent der Wiengäste sind deutschsprachig", bestätigte ÖHV-Landesvorsitzender Raimund Wimmer den Bedarf an Fremdsprachen.
Vier bis fünf Anrufe täglich
In Wien seien nun alle Hotel über den Service informiert und mit entsprechenden Hinweistafeln und Prospekten für die Gäste ausgestattet. Derzeit reiche eine Person für die Betreuung der Hotline aus. Täglich werden etwa vier bis fünf Anrufe verzeichnet. (apa)
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