Mittwoch, 29. September 2004

Der ,seltsame‘ Herr N.

  • Ein Explosions-Opfer, eine tote Witwe, ein Verkehrsunfall
  • Was hat Werner N. damit zu tun?

Der Thriller: Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass Werner N. seine Sekretärin und Geliebte Petra M. mit einer Sprengfalle getötet hat.
Der Hintergrund: Die 39-jährige Frau aus wohlhabenden Verhältnissen war dem ExHäftling „verfallen“. Er sollte ihr Universalerbe sein.
Der Verdacht: Ist Werner N. ein „Serienkiller“? Die Kripo überprüft nun zwei weitere mysteriöse Todes-fälle in Niederösterreich.

Er ist – sehr gut“, sagen die Fahnder über Werner N. Ein Urteil, das im Umkehrschluss meist wenig Gutes verheißt – zumindest dann, wenn Ermittler es über einen Tatverdächtigen fällen. Zur Erinnerung: Auch der Briefbomber Franz Fuchs galt den Verhörprofis als „sehr gut“, genauso wie Serienkiller Jack Unterweger und die „Schwarze Witwe“ Elfriede Blauensteiner.

„Intelligent – und narzisstisch.“ Und nun besteht die Vermutung, Werner N. könne ebenfalls ein „besonderer Täter“ sein. Schließlich wird nicht nur untersucht,
ob er seine Sekretärin Petra M. ermordet hat. Sondern auch, ob er beim Tod seines Bruders und dem einer betagten Witwe mitgewirkt haben könnte.

„Hoch intelligent“, „narzisstisch“ und „äußerst manipulativ“. So stellt sich der 38-jährige Niederösterreicher bei den Vernehmungen dar. Stundenlang spricht er mit Begeisterung über seine eigene Genialität, über diverse „Helden-Aktionen“, die er inszeniert haben will. Über Geschäftsideen, die er dabei wäre zu entwerfen.

Die mysteriöse Mail. Und schwenkt auch immer wieder aufs „eigentliche Thema“ ein – auf eben jene mysteriösen Ereignisse, die am Morgen des 20. September 2004 auf einem Parkplatz der Wiener Höhenstraße geschehen sind: Als seine Sekretärin und Geliebte, Petra M., 39, bei einem von ihm inszenierten „Waffenübergabe-Coup“ von zwei explodierenden Handgranaten getötet wurde.

Dutzende Versionen des angeblichen „Unfallhergangs“ hat Werner N. mittlerweile den Fahndern präsentiert. Quasi im „20-Minuten-Takt“ ist er dazu bereit, „nun endlich die ganze Wahrheit zu Protokoll zu geben“, um seine Angaben – wenn er sich in Widersprüche verwickelt – wenig später auch gleich zu widerrufen: „Okay, ich habe Unsinn geredet, fangen wir noch mal von vorne an …“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Das Protokoll: Wie NEWS-Reporter Andreas Zeppelzauer den Waffendeal erlebte
PLUS: Die Ehefrau des Mordverdächtigen spricht in NEWS
PLUS: Petra M.s Lebensgefährte im NEWS-Interview

29.9.2004 16:04