Dienstag, 28. September 2004

Der tiefe Fall einer Musik-Größe: Phil Spector steht wegen Mordes vor Gericht

  • Er produzierte Elvis Presley, Beatles und Tina Turner
  • Der 64-Jährige beteuert seine Unschuld

Er arbeitete mit den größten Stars des Musik-Business zusammen. Er machte Elvis Presley, Tina Turner und die Beatles zu Weltstars. Jetzt folgt der tiefe Fall des Plattenproduzenten Phil Spector (64). Spector ist am Montag in Los Angeles (US-Staat Kalifornien) wegen Mordes angeklagt worden. Im Februar 2003 war in seiner Villa die 40-jährige Schauspielerin Lana Clarkson erschossen aufgefunden worden. Spector beteuert vor Gericht seine Unschuld.

Bereits im vergangenen November hatte die Staatsanwaltschaft gegen Spector Mordvorwürfe erhoben, die jetzt von einer Grand Jury bestätigt wurden. Der Produzent befindet sich nach einer früheren Kautionszahlung in Höhe von einer Million Dollar (gut 800.000 Euro) weiterhin auf freiem Fuß. Der zuständige Richter nannte Mitte Dezember als möglichen Prozessbeginn.

Spector hat wiederholt seine Unschuld beteuert. So sagte er in einem Zeitungsinterview, die Schauspielerin habe sich selbst erschossen. Dem Autopsiebericht zufolge starb die Frau an einem Schuss durch den Mund.

Spector arbeitete einst mit Musikgrößen wie Elvis Presley, Tina Turner und den Beatles. Er entwickelte eine als Wall of Sound bekannte Aufnahmetechnik und probierte sie an Klassikern der 60er Jahre aus. Zu diesen Songs gehören "Be My Baby" und "Chapel Of Love".
(apa/red)

28.9.2004 10:39

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