KarstadtQuelle-Konzern in der Krise: EM.TV will DSF-Anteile abkaufen
- Halten je rund 40 Prozent an dem Fernsehkanal
- PLUS: Karstadt kündigt Sanierungsprogramm an
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Unterstützung "skandalös"
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Dritter Chef in vier Jahren muss Ruder herumreißen
Das Medienunternehmen EM.TV will dem angeschlagenen KarstadtQuelle-Konzern dessen Anteil am Deutschen Sportfernsehen (DSF) abkaufen. "Wir haben dem Vorstand unsere Bereitschaft erklärt, die Anteile zu übernehmen", sagte EM.TV-Chef Werner Klatten. EM.TV und Karstadt halten je rund 40 Prozent an dem Fernsehkanal.
Karstadt hatte in der vergangenen Woche auf Grund anhaltend schlecht laufender Geschäfte ein umfangreiches Sanierungsprogramm angekündigt. Unter anderem will der Konzern 77 kleinere Filialen verkaufen und sich außerdem von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen wie seiner Logistik-Sparte oder seinen Fitness-Studios trennen.
EM.TV verstehe sich als "logischer Käufer" des DSF-Anteils, sagte Klatten. Es gebe sowohl ein Andienungsrecht als auch ein Vorkaufsrecht zwischen den beiden Firmen. Auch der Kaufpreis für das Paket sei im Grunde aus dem Vertrag ableitbar. Einen Betrag nannte Klatten jedoch nicht. "Karstadt weiß, was wir wollen, und dass wir liquide sind", sagte Klatten. Karstadt habe sich bisher aber nur zurückhaltend über einen Verkauf geäußert.
Außerdem sagte Klatten, dass EM.TV noch in diesem Jahr Klage gegen die ehemaligen Vorstände und Aufsichtsräte des Unternehmens, darunter den Firmengründer Thomas Haffa und den ehemaligen Finanzchef Florian Haffa, erheben werde. "Die Klage ist fertig gestellt, wir werden noch dieses Jahr Klage erheben." EM.TV fordert 130 Millionen Euro Schadenersatz im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Beteiligung an der Formel Eins.(apa)

