EU-Beitritt für Wien lukrativ: Seit 1995 boomen US-Investitionen in Hauptstadt
- Laut Wirtschaftskammer bis 2002 um 130 % gestiegen
Die US-amerikanischen Investitionen in Wien boomen seit dem EU-Beitritt 1995: Bis zum Jahr 2002 seien die US-Direktinvestitionen in Wien um 130 Prozent gestiegen, freute sich der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Nettig. Er berief sich auf den World-Investment-Report der UNO, die nun die Zahlen bis zum Jahr 2002 veröffentlicht habe.
Zur gleichen Zeit hätten sich die Wiener Investitionen in den USA sogar verfünffacht, betonte Nettig, der sich derzeit auf Standortwerbung in den USA befindet. Nach dem traditionell stärksten Partner Deutschland seien die USA damit der zweitgrößte Investor in der Bundeshauptstadt. Mit der Werbe-Offensive in den Staaten wolle man die Zahl der Neugründungen durch US-Unternehmen in Wien noch steigern, erläuterte Nettig.
Indem man sich als Kompetenzzentrum für Mittel- und Osteuropa präsentiere, hoffe man, an den exorbitanten Wachstumsraten der amerikanischen Wirtschaft teilhaben zu können, die im ersten Halbjahr um rund fünf Prozent zugelegt habe. Die amerikanische Konjunkturlokomotive sei bereits in voller Fahrt. Jetzt gelte es, "unseren Wiener Regionalzug raschest anzukoppeln", meinte der WKW- Präsident.
Immerhin hätten bereits 20,1 Prozent der 2003 in Wien neu gegründeten Unternehmen einen ausländischen Hintergrund. Nach den rezessiven Jahren 2001 und 2002 in Folge der Anschläge des 11. Septembers 2001 sei dies erstmals wieder ein Anstieg. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr die Investitionen von US-amerikanischen Unternehmen in Österreich 816 Mio. Euro betragen. 2002 seien dies noch "lediglich" 355 Mio. Euro gewesen, freute sich Nettig. (apa)

