"Ich war, bin und bleibe in der VA Tech": Kovats will keine weiteren Kernaktionäre
- Aktionärsmodell der Voest zum Scheitern verurteilt
- Kovats erteilt Vorstellungen der ÖIAG eine Absage
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Mirko Kovats, größter Shareholder der oberösterreichischen VA Tech, verspürt keinerlei Bedarf nach einem weiteren Kernaktionär, weder nach einem österreichischen noch einem internationalen. "Ich war, bin und bleibe in der VA Tech und halte damit die Frage des Kernaktionärs für eindeutig beantwortet. Mit Ausnahme der ÖIAG ist für weitere Kernaktionäre kein Platz", sagte Kovats am Freitag der APA.
Der mittlerweile größte Teilhaber des Technologiekonzerns erteilt damit Vorstellungen der Staatsholding ÖIAG, die Kovats-Gruppe durch andere österreichische "Kernaktionärsstrukturen" zu flankieren, eine eindeutige Absage. Die ÖIAG-Vorstände hatten vergangene Woche sinngemäß gemeint, da die Kovats-Gruppe ja offensichtlich kein Übernahmeangebot legen wolle, solle sie durch andere heimische Aktionäre ergänzt werden.
Kovats glaubt dagegen, dass dieses "typisch österreichische" Modell mit institutionellen Investoren, zu der noch eine Vorkaufsgarantie des Landes Oberösterreich kommt, zum Scheitern verurteilt ist: "Ich bin der festen Ansicht, dass sich eine solche Struktur nicht halten wird. Sie wird in den nächsten drei bis fünf Jahren auseinanderbrechen." Die voestalpine sei zwar ein gutes Unternehmen, werde aber tendenziell überschätzt, "sie ist kein echter global player".
Derzeit besitzt Kovats nach eigener Aussage vom Freitag 17 Prozent an der VA Tech. Was die ÖIAG betreffe, glaube er, dass die VA Tech auf so gutem Weg sei, "dass die ÖIAG in absehbarer Zeit guten Gewissens rausgehen kann".
Bei der wohl noch heuer anstehenden Kapitalerhöhung der VA Tech will seine Gruppe voll mitziehen, bekräftigte Kovats. Im Gegensatz zu der im April geplanten, "sehr hohen und diffus begründeten" sei die nunmehrige Aufstockung "genau präzisiert. Und sie wird von einem Vorstand vorgelegt, der mein Vertrauen hat". (apa)

