VA Tech verkaufte einen Großteil der Wassersparte Wabag an Veolia Water
- Geschäft in Deutschland und Frankreich abgegeben
- Schottisches Trafowerk mit 225 Jobs wird geschlossen
·VA Tech: Änderung des ÖIAG-Auftrags
Pühringer begrüßt die Regierungsentscheidung
·Zig Demos gegen VA-Tech-Verkauf
Betriebsräte lehnen Über- nahme durch Siemens ab
·VA Tech: Regierung ändert ÖIAG-Auftrag
Schüssel: "Keine Privatisierungs-Abkehr"
Der österreichische Technologiekonzern VA Tech hat das deutsche und französische Geschäft seiner Wassersparte Wabag an das französische Unternehmen Veolia Water, den weltweit größten Wasserversorger, verkauft. Mit 157 Mitarbeitern an vier Standorten erzielte die Wabag in Deutschland und Frankreich im vergangenen Jahr 70 Mio. Euro Umsatz.
Die Konzernsprecher von Veolia Water und VA Tech wollten den Deal nicht kommentieren. Eine VA Tech-Sprecherin verwies dem Bericht zufolge darauf, das deutsche Bundeskartellamt müsste erst noch die Zustimmung erteilen. In der Branche werde jedoch nicht damit gerechnet, dass die Übernahme platzt, schreibt die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Branchenkreise.
Mit dem Verkauf des Deutschland- und Frankreich-Geschäfts der Wabag kommt die VA Tech bei ihren Sanierungsbemühungen der Wassersparte ein Stück weiter. Das Geschäft hatte 2003 einen operativen Verlust von 30,4 Mio. Euro eingefahren, der Umsatz war von 275 auf 205 Mio. Euro geschrumpft. Ende August 2004 hatte deshalb die VA Tech beschlossen, sich von einem Großteil des Wassergeschäfts zu trennen und sich auf die zwei Standorte Wien und Winterthur zu konzentrieren.
Schottland-Werk wird zugesperrt
Gleichzeitig schließt der Technologiekonzern sein Trafowerk in Schottland. Dies hat der Aufsichtsrat des börsenotierten Linzer Unternehmens am Mittwoch in einer Sitzung beschlossen. Als Grund für die Stilllegung - von ihr sind 225 Mitarbeiter betroffen - wurden die signifikante Unterauslastung und die kritische Ergebnissituation des Werks Peebles mit Sitz in Edinburgh genannt. Die Transformatoren-Fabrik gehört zur Konzernsparte Energieübertragung und -verteilung (VA Tech T&D), für die derzeit ein Sanierungsprogramm läuft.
Die gesamten Sanierungskosten für die VA Tech T&D sind mit 65 bis 70 Mio. Euro veranschlagt. Der Verlust für den Gesamtkonzern wird für 2004 nach nach bisherigen Vorstandsangaben ebenfalls in dieser Höhe erwartet. Nach Bereinigung aller Problemfälle, wozu auch die inzwischen großteils verkaufte Wassersparte Wabag gehört, soll 2005 ein "deutlich positives" Gesamtergebnis erwirtschaftet werden. Bisher war im Konzern von mindestens 50 Mio. Euro die Rede. (apa)

