Werden Mannerschnitten bald teurer? Firma schließt Preis-Erhöhung nicht aus
- Trotz guter Umsatzzahlen Verteuerung ab 2005 möglich
- Manner: 'Exorbitanter Anstieg der Preise für Haselnüsse'
Trotz guter Wirtschaftsdaten im ersten Halbjahr 2004 plant der börsenotierte Wiener Süßwarenhersteller Manner offenbar eine Anhebung der Preise für seine Produkte. Der "exorbitante Anstieg der Preise für Haselnüsse" um bis zu 200 Prozent sei dafür verantwortlich. Manner hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 5,8 Prozent auf 56,58 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sei - angesichts der höheren Kosten für Produktentwicklung und Werbung - hingegen auf Vorjahresniveau geblieben. Fürs Gesamtjahr rechnet der Konzern mit der "planmäßigen Steigerung der Umsätze um 6 Prozent", hieß es am Montag in einer Pressemitteilung.
Der "exorbitante Anstieg der Preise für Haselnüsse" um bis zu 200 Prozent könne hoffentlich durch zusätzliche Deckungsbeiträge aus dem geplanten Umsatzzuwachs annähernd aufgefangen werden, so das Unternehmen. Bei Anhalten der Rohstoffhausse könnten aber Preiserhöhungen für 2005 nicht ausgeschlossen werden.
Die Umsätze im Inland stiegen von Jänner bis Juni 2004 um 5,6 Prozent auf 30,7 Mio. Euro, international erhöhten sich die Umsätze um 6 Prozent auf 25,88 Mio. Euro. Heuer sei insgesamt eine "positive Entwicklung" zu verzeichnen, bei der Waffelprodukte im Vordergrund stehen. In der bisherigen EU-15 sei die Entwicklung mit plus 8,3 Prozent positiv. In den neuen Beitrittsländern habe Manner einen Zuwachs von 14 Prozent erreicht.
Mitarbeiter gekündigt
In den Drittstaaten sei der Umsatz hingegen um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, was auf die Dollarschwäche und den Wechsel der Vertretungen in den USA und Kanada zurückzuführen sei.
Die Mitarbeiterzahl ging im ersten Halbjahr um 5 Beschäftigte auf 744 Mitarbeiter zurück. Allerdings sei mehr Leihpersonal eingesetzt worden, so der Waffelhersteller. Da die Umsatzerwartung für das zweite Halbjahr deutlich über dem Vorjahr liege, werde man bis Jahresende mehr Eigen- und Leihpersonal einsetzen.
Die Investitionen stiegen im ersten Halbjahr von 2,5 auf 4,8 Mio. Euro, wobei eine neue Schokoladeverpackungsanlage und ein neues Kesselhaus für die Dampferzeugung errichtet wurden. Die Bankverbindlichkeiten gingen per Ende Juni 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 17,7 auf 15,6 Mio. Euro zurück.
(apa)

