Comeback: Ivica Vastic und Christian Mayrleb feiern Rückkehr ins Nationalteam
- Jürgen Macho und Toni Ehmann auch wieder mit dabei
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Die Comeback-Serie der Routiniers in der österreichischen Nationalmannschaft findet ihre Fortsetzung. Teamchef Hans Krankl, der zuletzt mit der Rückkehr von Antreiber Didi Kühbauer (33) gute Erfahrungen gemacht hat, berief am Freitag die Angriffs-"Veteranen" Christian Mayrleb (32) und Ivica Vastic (35) in den 23- Mann-Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Polen (9. Oktober in Wien) und Nordirland (13. Oktober in Belfast).
Dazu sind Torhüter Jürgen Macho und der zuletzt verletzte Verteidiger Anton Ehmann sowie Roland Kirchler (hatte wegen einer Rippenprellung gegen England und Aserbaidschan gefehlt) neu im Aufgebot. Nicht mehr dabei sind Thomas Mandl, Ernst Dospel, Mario Hieblinger, Edi Glieder und Roland Linz. Martin Amerhauser steht wegen seiner Ellbogengelenks-Verletzung nicht zur Verfügung.
"Ich habe die Pflicht und das Recht, die stärkste Nationalmannschaft zu nominieren. Ivica Vastic und Christian Mayrleb haben sich in letzter Zeit mit ihren Leistungen aufgedrängt. Jetzt hoffe ich, dass sie uns helfen können", begründete der ÖFB-Nationalcoach seine Wahl. Vastic (zuletzt im September 2002 beim 2:0-Sieg gegen Moldawien mit dabei) und Mayrleb (im April 2002 beim 0:0 gegen Kamerun letztmals im Teamdress) hatten in jüngster Zeit mit Toren in der T-Mobile-Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht, nun folgte die Belohnung durch den Ex-Goleador.
Vastic als Sturmspitze vorgesehen
"Vastic wollte zu seiner Japan-Zeit nicht mehr im Team spielen. Darüber war ich enttäuscht, aber ich war ihm nie böse. Er ist ein hundertprozentiger Profi und ein anständiger Bursche. Sein fortgeschrittenes Alter macht nichts, er soll dazu beitragen, dass der Herbst positiv zu Ende geht", so Krankl, der die Wiedervereinigung des ehemaligen SK Sturm-Duos Vastic/Haas nicht im Hinterkopf hat. "Die Spielanlage wird nicht umgestellt. Vastic wird nur als Sturmspitze zum Einsatz kommen, aber er kann auch ein wichtiges Element von der Bank sein."
Österreich sei im ausverkauften Ernst Happel-Stadion gegen Polen nicht Favorit, aber "die Rolle des leichten Außenseiters kommt uns vielleicht wie schon gegen England entgegen." Mit vier Punkten aus den ersten beiden Partien wurde der Grundstein gelegt, jetzt denkt man weiter "von Spiel zu Spiel. Es gibt keine Rechnereien, davon kriegt man schnell Kopfweh. Aber wir stehen an erster Stelle der Tabelle und das tut der Seele gut. Unser Ziel ist es auch gegen Polen und Nordirland - dort wird es ganz anders, da müssen wir uns warm anziehen - positiv abzuschneiden."
Vor allem die Rolle des zwölften Manns strich der einstige Publikumsliebling hervor: "Die Zuschauer haben die Mannschaft gegen England trotz des 0:2-Rückstands getragen, es wurde nicht erst beim 2:2 gejubelt. So eine fantastische Unterstützung brauchen wir wieder." (apa/red)
