UEFA-Cup: Einzug in Gruppenphase wäre für Österreich-Trio schönes Körberlgeld
- Haupt-Einnahmequelle TV, Abhängigkeit von Gegnern
- GAK: Im Idealfall 950.000 Brutto aus einem Heimspiel
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UEFA-Cup: Änderungen prägten seine Geschichte
Dem Vergleich mit dem Geldregen in der Fußball-Champions-League halten die aus der UEFA-Cup-Gruppenphase zu lukrierenden Summen zwar nicht Stand, dennoch würden sich die ÖFB-Aspiranten GAK, Austria und Rapid im Falle des Einzugs in das neue Format ein ordentliches Körberlgeld dazu verdienen. Dabei müssten die österreichischen Klubs jedoch auf Losglück hoffen: Da es im Gegensatz zur Eliteliga weder Startgeld noch Punkteprämie sowie keine einheitliche Vermarktung von TV-Rechten und Bandenwerbung gibt, hängt die Höhe der Einkünfte von namhaften Gegnern ab.
Die Haupt-Einnahmequelle sind Gelder aus TV-Übertragungen. Der Pay-TV-Sender Premiere zahlt nach Angaben der GAK-Geschäftsführung pro Heimspiel an den jeweiligen ÖFB-Klub 240.000 Euro. Je nach Gegner gibt es für Übertragungen ins Ausland Extra-Zahlungen: Für Deutschland 460.000 Euro, für England, Spanien, Frankreich und Italien je 255.000, für die Niederlande und Schottland 110.000, für Türkei und Portugal 42.000, für die Schweiz, Schweden, Norwegen, Dänemark und Griechenland je 31.000, für Belgien und Tschechien je 23.000 und für alle anderen Länder je 12.000 Euro.
Idealfall: 950.000 pro Heimspiel für den GAK
Im Idealfall, sprich bei einem deutschen Gegner vor eigenem Publikum, kalkuliert der GAK daher mit maximalen Brutto-Einnahmen von 950.000 Euro (700.000 TV-Geld, 225.000 Euro bei ausverkauftem Haus aus Ticket-Verkäufen, 25.000 Euro Bandenwerbung). Konkrete Angaben, was im Endeffekt nach vier Gruppenspielen wirklich für einen österreichischen Klub herausschauen könnte, wollte wegen der unsicheren Parameter kein Verein wagen.
GAK-Präsident Rudi Roth hat in seine Budgetplanungen zwar nur eine Champions-League-Quali- und eine UEFA-Cup-Runde einfließen lassen, der absehbare Aufstieg in die Gruppenphase ist für ihn aber "wirtschaftlich mehr als interessant", schließlich gebe es noch Altlasten zu beseitigen.
Rapid: Ohne Gruppenphase keine Verstärkungen
Bei Rapid ist das Thema Neuverpflichtungen ganz klar mit dem Aufstieg verknüpft. "Kommen wir in die Gruppenphase, können wir im Winter ernsthaft über die eine oder andere Verstärkung nachdenken. Scheitern wir, wird es wohl nichts werden", meinte Präsident Rudolf Edlinger.
Als einziger Verein aus dem ÖFB-Trio hat die Wiener Austria das Erreichen der Gruppenphase im Etat einkalkuliert. "Wir haben aber sowohl einen Plan A als auch einen Plan B in der Schublade", ist Austria-Manager Markus Kraetschmer für den Notfall gerüstet. An Neueinkäufe im Winter ist selbst bei einem Aufstieg gegen Legia Warschau nicht gedacht ("Wir haben eine gute, junge Mannschaft. Unser Handlungsbedarf ist nicht sehr groß"). (apa/red)
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