Freitag, 1. Oktober 2004

'Schiedsrichter aus der Steinzeit': Mieser Referee und mäßige Leistung in Lowetsch

  • GAK schafft den Aufstieg nach enttäuschendem Spiel
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" Das war ein Schiedsrichter wie aus der Steinzeit", beschwerte sich Trainer Walter Schachner. Doch nicht nur die Leistung des Unparteiischen, auch das Resultat lag "Schoko" ein bisschen im Magen. Der GAK hat sich trotz enttäuschender Leistung im Erstrunden-Rückspiel souverän für die erstmals ausgetragenen Gruppenphase des UEFA-Cups qualifiziert. Der Meister, der mit einem beruhigenden 5:0-Vorsprung zum Rückspiel nach Bulgarien gereist war, musste sich beim bulgarischen Cupsieger Litex Lowetsch mit 0:1 geschlagen geben, geriet aber nie Gefahr, den Aufstieg noch zu verspielen. Der GAK wartet nun gespannt auf die Auslosung der Fünfer-Gruppe am Dienstag, gespielt wird zwischen 21. Oktober und 16. Dezember.

Joaozinho erzielte vor nur 1.000 Zuschauern in der 68. Minute den hoch verdienten Siegestreffer für Lowetsch. Denn Litex gab von Beginn weg den Ton an und erspielte sich auch einige Chancen, während der GAK nur zwei Mal richtig gefährlich wurde. In der 24. Minute traf Plassnegger in aussichtsreicher Position den Ball nicht. In der 75. Minute kam Ehmann im Anschluss an den ersten Eckball der Grazer an den Ball, verfehlte das Ziel aus kurzer Distanz aber weit.

Sonst war vom ÖFB-Champion aber wenig zu sehen. In Abwesenheit des angeschlagenen ÖFB-Teamspielers Rene Aufhauser war im Mittelfeld niemand in der Lage, das Spiel zu beruhigen, und die Sturmspitzen konnten sich kaum in Szene setzen, Litex-Torhüter Wutow war praktisch unbeschäftigt. In der Defensive hatte der GAK immer wieder an den Flanken Probleme, über die Litex zu Chancen kam.

Schelew (20.), Joarzinho (24.), Kirilow (26.) und Trica (35.) vergaben die besten Chancen der Heimischen in der ersten Hälfte. Nach dem Wechsel hatten die Grazer Glück, als Joaozinho nach Plassnegger-Fehler nur Latte und Stange traf, von der der Ball Torhüter Schranz in die Arme fiel (58.). Zehn Minuten später aber musste sich Schranz geschlagen geben. Nach einer idealen Nikolow-Flanke stand der Brasilianer Joaozinho völlig allein und verwertete per Kopf sicher.

Heftige Schiri-Kritik von Schacher
"Das war ein Schiedsrichter wie aus der Steinzeit", beschwerte sich Trainer Walter Schachner. "Die beiden Gelben Karten waren eine einzige Frechheit." Doch nicht nur die Leistung des Unparteiischen, auch das Resultat lag "Schoko" ein bisschen im Magen. "Ein Wermutstropfen für den GAK und für Österreich, dass wir nicht zumindest unentschieden gespielt haben", musste der frühere Teamspieler zugeben.

Dennoch überwog im Lager der Grazer klar die Freude über den Aufstieg in das neue UEFA-Cup-Format, das zumindest vier weitere Auftritte der "Rotjacken" auf internationaler Ebene garantiert. "Meine Mannschaft hat Reife bewiesen, auch wenn wir den Ball oft nicht lange genug in den eigenen Reihen gehalten haben. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir ernsthaft in Schwierigkeiten kommen könnten", sagte der GAK-Coach, der damit auf sein "Notfallprogramm" verzichten konnte und den angeschlagenen Rene Aufhauser nicht einwechseln musste.

Litex Lowetsch - Liebherr GAK 1:0 (0:0)
Lowetsch, 1.000. Tor: Joaozinho (68.)
Hinspiel 0:5. GAK mit 5:1 weiter

(apa/red)

1.10.2004 12:56