Kein Wunder in Hütteldorf: Rapid fliegt nach Remis gegen Sporting aus UEFA-Cup
- Ein 0:0 im Rückspiel reicht nicht für die Gruppenphase
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UEFA-Cup: Änderungen prägten seine Geschichte
Nichts ist es mit dem nächsten Rapid-Wunder im ausverkauften Hanappi-Stadion geworden. Österreichs Rekordmeister kam im UEFA-Cup-Rückspiel der ersten Runde gegen Sporting Lissabon nicht über ein torloses Remis hinaus und scheiterte nach dem 0:2 im Hinspiel am Aufstieg in die Gruppen-Phase. "Wir waren einfach nicht gut genug, um die großartige Stimmung zu nützen", meinte Rapid-Trainer Josef Hickersberger.
Rapid begann nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Goalgetter Marek Kincl wie erwartet mit Tomas Dosek als einziger Spitze und tat sich anfangs gegen die in der Abwehr gut organisierten Portugiesen extrem schwer. "Wir hatten große Probleme, Chancen herauszuspielen und Sporting in Bedrängnis zu bringen. Außerdem passierten viele Fehler im Spielaufbau", diagnostizierte Hickersberger.
Die Gäste hätten dagegen bereits in der zehnten Minute für die Vorentscheidung sorgen können, doch nach einem Rogerio-Ideallochpass scheiterte Liedson am glänzend reagierenden Rapid-Torhüter Macho. Neun Minuten später setzte sich auch die zweite Spitze von Sporting gefährlich in Szene, aber Douala, dessen Schuss am langen Eck vorbeiging, ließ die Chance auf die Führung der Gäste ebenfalls aus (19.).
Danach übernahmen die Hütteldorfer langsam, aber sicher das Kommando und kamen nach Standardsituationen zu ersten Chancen. Nach einer Hofmann-Freistoß-Flanke war Katzer schneller als Schlussmann Ricardo, doch nicht in der Lage, den Ball zu kontrollieren, deshalb landete sein "Spitzler" lediglich im Tor-Out (26.). Und nur eine Minute später verfehlte ein Hofmann-Freistoß aus 20 Metern sein Ziel knapp (27.). Möglichkeiten aus dem Spiel heraus gab es für die Grün-Weißen allerdings vor der Pause nicht, zu sicher stand Sporting hinten.
Hexenkessel im St. Hanappi
Die Rapid-Fans feuerten ihr Team deshalb in Hälfte zwei noch energischer an, verwandelten das Hanappi-Stadion in einen wahren Hexenkessel. Bereits kurz vor dem Match hatten sie ein riesiges Transparent mit der Aufschrift "Do You Remember 2.11.1995" entrollt, um an den glorreichen 4:0-Erfolg im Rückspiel vor knapp neun Jahren im Cupsieger-Bewerb gegen Sporting zu erinnern, auch damals war das Hinspiel in Lissabon 0:2 ausgegangen.
Doch die Geschichte wiederholte sich an diesem Abend nicht, zu clever und kompakt agierten die Gäste diesmal, die sich nach dem Wechsel ganz aufs Kontern verlegten. Macho war zwar nicht zu bezwingen und parierte auch eine Douala-Chance (52.) sicher, aber Rapid biss sich an der Lissabon-Abwehr weiter die Zähne aus. Die beste Möglichkeit nach der Pause resultierte aus einer Ivanschitz-Flanke, die Dosek im Fünfer nur knapp verfehlte (54.). Sporting agierte da schon viel gefährlicher, so rollte ein Rogerio-Schuss nur hauchdünn am langen Eck vorbei (74.).
Die Rapid-Viertelstunde brachte einen Ivanschitz-Schuss aus 18 Metern, der knapp am langen Eck vorbeizog (79.), und einen Ausschluss wegen Torraubs, nachdem Hugo nach langen Pass den pfeilschnellen Lawaree, der seit der 55. Minute sein erstes Match seit dem "Wunder von Kasan" bestritt, noch vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht hatte (85.). Der anschließende Freistoß von Hofmann krachte zwar in die Mauer, aber Martin Hidens Nachschuss war eine echte Prüfung für Ricardo.
SK Rapid - Sporting Lissabon 0:0
Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.500 Zuschauer
Hinspiel 0:2, Rapid mit Gesamtscore von 0:2 out
(apa/red)
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