Souveräne Favoritner: Austria beendet mit 3:1 in Warschau Auswärts-Pleitenserie
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Die Wiener Austria hat die gute Form aus der heimischen Meisterschaft auch auf das internationale Parkett mitnehmen können und steht nach einer sehenswerten und souveränen Leistung in Warschau in der Gruppenphase des UEFA-Cups. Nach dem 1:0-Heimsieg feierte die Austria im Rückspiel der ersten Runde gegen Legia einen 3:1 (2:0)-Erfolg und ist zumindest bis kurz vor Weihnachten im internationalen Geschäft.
Der Tscheche Stepan Vachousek in der 31. Minute, Poledica mit einem Eigentor (43.) und Sionko mit einem schönen Heber (90.) erzielten die Treffer der Wiener, Legia gelang erst in der 84. Minute durch Smolinski Ergebnis-Kosmetik. Die Austria hält nun aus den jüngsten acht Spielen bei acht Siegen und 24:1 Toren. Am Dienstag erfahren die Wiener ihre vier Gegner für die Spiele zwischen 21. Oktober und 16. Dezember.
Legia wollte, wie schon vor zwei Wochen, mit einer Anfangsoffensive die Wiener überrennen. Doch die Mannschaft von Günter Kronsteiner war darauf bestens vorbereitet. Afolabi und Papac organisierten die Verteidigung bestens, und im Tor strahlte Didulica jene Sicherheit aus, die ein Tormann nach sieben zu-null-Spielen in Folge und 697 Minuten ohne Gegentor hat.
Die abgeklärte Austria ließ Legia anlaufen, ohne in große Probleme zu kommen, Wlodarczyk (9.) hatte die einzige große Chance. Nach rund einer Viertelstunde wurde der ÖFB-Vizemeister selbst aktiver, bekam das Spiel vollauf in den Griff. In der 26. Minute gab Sionko den ersten Warnschuss ab, doch der Tscheche traf von der Strafraumgrenze nur Torhüter Boruc. Fünf Minuten später aber das so wichtige Auswärtstor. Nach einer langen Vastic-Flanke kam der Ball zu Vachousek, der aus 17 m abzog und Boruc mit einem Schuss ins Kreuzeck keine Chance ließ.
Es war nicht nur der zweite Treffer des Tschechen für die Austria, sondern auch der erste Europacup-Auswärtstreffer der Violetten seit neun Jahren oder 575 Minuten. Das bis dahin letzte hatte Peter Pacult am 8. August 1995 in Ganja erzielt.
Vachousek sorgt für die Entscheidung
Die Austria setzte nach und sorgte noch vor der Pause für die endgültige Entscheidung. Nach einem Vachousek-Eckball sprang dem am zweiten Pfosten postierten Poledica der Ball ins eigene Tor (43.). In der Pause reagierte Legia-Trainer Dariusz Kubicki und brachte zwei neue Spieler, doch auch Kronsteiner musste reagieren. Für Troyansky, der sich eine Waden-Zerrung zugezogen hatte, kam der junge Metz. Einen zweiten Verteidiger wollte der Austria-Sportdirektor nicht wechseln, so musste Teamverteidiger Dospel trotz eines Nasenbeinbruchs, den er in der 37. Minute erlitten hatte, weiter spielen.
Die Partie war praktisch gelaufen, Austria spielte den Sieg locker nach Hause und hatte durch Metz (55.) und Sionko (58.) sogar noch große Chancen, den Vorsprung auszubauen. In der Schlussphase fiel aber doch die Torsperre von Didulica nach genau 781 Minuten. Der kroatische Teamtorhüter faustete eine Flanke direkt vor die Beine von Smolinski, der aus gut 25 m abzog und zum 1:2 traf. Den Schlusspunkt setzte aber wieder die Austria. Nachdem Dosunmu in der 89. Minute die Stange getroffen hatte, traf Sionko eine Minute später mit einem schönen Heber zum Endstand.
Austria-Boss Frank Stronach durfte sich über den ersten Europacup-Auswärtssieg seiner Ära freuen, der noch dazu souverän ausfiel.
Legia Warschau - Austria Wien 1:3 (0:2)
Warschau, Wojska-Polskiego-Stadion, 12.000
Hinspiel: 0:1 - Austria mit 4:1 in der UEFA-Cup-Gruppenphase
(apa/red)
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