Kellerduell zum Auftakt der 11. Bundesliga-Runde ohne Sieger: Mattersburg - Sturm 1:1
- Remis hilft keinem der beider Teams im Abstiegskampf
- Kartnig unter Druck, Fans fordern seinen Rücktritt
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Zum Auftakt der elften Runde trennten sich der SV Mattersburg und Sturm Graz mit 1:1 (0:1). Im Pappelstadion hatte Mario Haas in der 18. Minute mit seinem 100. Tor in der höchsten Spielklasse für die Gäste-Führung gesorgt, aber Thomas Wagner besorgte in der 52. Minute noch den Ausgleich für die Hausherren. In der Tabelle liegt Mattersburg damit mit elf Punkten weiter auf Rang acht, dahinter folgt Sturm mit acht Zählern. Sturm-Fans forderten Präsident Kartnig per Transparent zum Rücktritt auf.
Die weiterhin stark ersatzgeschwächten Steirer hatten schon in der Anfangsphase durch ihr Offensiv-Duo David Mujiri und Mario Haas die Abwehr der Burgenländer immer wieder in Verlegenheit gebracht. In der 15. Minute rettete Mattersburg-Torhüter Markus Böcskör nach Mujiri-Vorlage noch vor dem heranbrausenden Haas, aber drei Minuten später war es soweit: Mujiri überlistete mit einem Schupfer die aufgerückte Viererkette der Gastgeber und der enteilende Haas überhob Böcskör und traf per Kopf aus rund fünf Metern zum 0:1 ins leere Tor (18.).
Haas-Bewacher nach 0:1 ausgewechselt
Danach reagierte Mattersburg-Trainer Muhsin Ertugral. Der Türke brachte Michael Koller statt Haas-Bewacher Anton Pauschenwein und stellte von 4-4-2 auf 3-5-2 um, doch Chancen blieben Mangelware. Lediglich Michael Mörz (20.) sowie Thomas Wagner (45+2.) hatten Gelegenheiten, während auf der Gegenseite Sturm-Kapitän Günther Neukirchner nach idealer Mujiri-Vorarbeit an Böcskör scheiterte (39.).
Nach dem Wechsel kamen die Burgenländer motivierter auf das Feld zurück. Zunächst rettete noch Sturm-Keeper Radovan Radakovic (musste später verletzt ausgetauscht werden) gegen Jabu Pule (50.), doch Thomas Wagner besorgte zwei Minuten danach das 1:1: Nach Lupfer von Didi Kühbauer traf der Angreifer via Innenstange zum Ausgleich (52.).
In der Folge hatten Franck Silvestre (59.), Thomas Krammer (63.) und Mario Kienzl (74.) bzw. der eingewechselte Rene Wagner (73.) im strömenden Regen Möglichkeiten zur Entscheidung, aber es blieb beim Remis im Duell Achter - Neunter. Für den erst in der 19. Minute eingewechselte Koller endete das Spiel 20 Minuten vor Schluss, er wurde durch Köszegi ersetzt, der gleich mit einer tollen Chance aufhorchen ließ.
Mattersburg am Ende mit nur 10 Mann
In der Schlussphase musste Mattersburg mit nur zehn Mann auskommen, nachdem Jürgen Patocka in der 83. Minute nach einem Zusammenprall mit Köszegi nicht mehr weiterspielen konnte. Patocka musste blutüberströmt vom Platz getragen werden, er erlitt nicht nur ein Cut auf der Stirn, sondern auch eine schwere Gehirnerschütterung.
Sturm ist damit in der Liga weiterhin seit der dritten Runde und 31. Juli sieglos, die Anhänger des Ex-Meisters reagierten einmal mehr mit einem "Kartnig raus"-Transparent auf die anhaltenden Erfolglosigkeit.
(apa/red)
