Der Herbst ist da und Veilchen blühen: Da ist sogar Big Spender Stronach zufrieden
- Kronsteiner über Vastic erfreut: Bringt 100% Qualität
- Paschings Mayrleb schießt Bregenz im Alleingang k.o.
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Die Liga hat einen neuen Leader: Nach dem 3:0 gegen Sturm thront die Wiener Austria an der Spitze, Sturm sinkt dagegen immer tiefer. Bester Sturm-Spieler an diesem Wochenende: Christian Mayrleb. Der Paschinger Stürmer bewahrte die Grazer mit seinen drei Toren in Bregenz vor der Roten Laterne.
Der Herbst ist ins Land gezogen und trotzdem blühen die Veilchen. Stronachs-Elf lacht seit Sonntag von der Liga-Spitze und hat auch allen Grund zu Jubeln. Mit Rapid gemeinsam die meisten Siege, die meisten Tore erzielt, und die wenigsten kassiert, seit 516 Minuten ist Didulicas Tor wie vernagelt.
Anders die Grazer. 367 Minuten sind die "Blackies" schon ohne Torerfolg. Gesamt trafen Haas und Co. erst fünf Mal ins Schwarze. Besonders bitter liest sich die Bilanz, wenn man bedenkt, dass Sturm schon in der ersten Partie gegen Mattersburg dreimal gescort hat. Der letzte Treffer datiert vom 21. August bei der 1:2-Auswärtsniederlage in Tirol.
Vastic wieder in Topform
Zurück zur Austria. Offensiv läuft es bei den Favoritnern derzeit richtig rund. Rushfeldt trifft nach seiner Pause wieder - gegen Sturm erzielte er bereits die Treffer zehn und elf. Auch Vastic kommt immer besser in Form. "Wir haben einen guten Lauf mit überragenden Spielern wie Vastic, den man noch hervorstreichen muss. Er ist durch viele Tiefs gegangen und bringt jetzt wieder 100 Prozent Qualität ein."
Zufriedener Zuschauer im Wiener Horr-Stadion war auch Big-Spender Frank Stronach. "Wir haben gut eingekauft, die Mannschaft findet sich", urteilte der Magna-Boss. Einziger violetter Wermutstropfen war die leichte Verletzung von Goalie Joey Didulica, der trotz einer blutenden Schienbeinwunde nach einem Zweikampf mit Frank Verlaat bis Donnerstag einsatzfähig sein sollte. "Ich hoffe stark, dass ich spielen kann", so der sichere Schlussmann.
Ungewöhnlich ruhig nahm Sturm-Boss Hannes Kartnig die bereits siebente Saisonniederlage auf. "Wir haben eine ganz, ganz junge Mannschaft, die großes Potenzial für die Zukunft hat. Ich bin mir sicher: In zwei, drei Jahren ist das eine Topmannschaft. Es ist keine Schande, gegen die Austria zu verlieren." Direkte Konsequenzen für Trainer Michael Petrovic wird es nicht geben, Kartnig meinte jedoch: "Ich werde mich mit meinem Vorstand beraten. Wenn wir auch die nächsten drei Spiele nichts gewinnen, muss man schon etwas tun. Aber ein Trainer braucht auch Glück."
Mayrleb schießt Bregenz im Alleingang k.o.
Dass Sturm nicht das Tabellenende schmückt, haben die Grazer Pasching-Goalgetter Mayrleb zu verdanken. Mayrleb sorgte mit einem Triplepack gegen Bregenz im Alleingang für den 3:2-Erfolg der Oberösterreicher, der 32-Jährige hat damit in den vergangenen beiden Partien gegen die Vorarlberger nicht weniger als fünf Mal eingenetzt. "Wir haben uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Das war wichtig für die Moral der ganzen Mannschaft", meinte Mayrleb, nachdem Pasching zwei Rückstände (0:1 und 1:2), den zweiten sogar in Unterzahl, weggesteckt hatte.
(apa/red)
