Nach schwerem Sturz: Christian Mayer will im Dezember wieder Rennen bestreiten
- "Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist"
- 32-Jähriger hat noch WM '05 und Olympia '06 im Visier
"Jetzt erst recht", sagt sich Christian Mayer nach seinem schweren Trainingssturz in der vergangenen Woche in Sölden, bei dem er einen Bruch des Schienbeinkopfes und einen Einriss im Knorpel davongetragen hat. Im Rahmen der Weltcup-Rennen in Übersee will der 32-jährige Kärntner am 4. Dezember beim Riesentorlauf in Beaver Creek wieder dabei sein. Mehr noch, er will wieder ganz vorne mitfahren und hat die WM 2005 und die Winterspiele 2006 im Visier.
"Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist", sagte Mayer am Montag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt über seine erste "ernsthafte" Verletzung. In der nächsten Woche wird er mit dem Radfahren beginnen, in vier Wochen wieder auf Skiern stehen. Krücken brauche er eigentlich nur zum Gehen.
Mut macht Mayer auch sein ärztlicher Betreuer Michael Ausserwinkler. "Beim Schienbeinkopf ist der Zellenaufbau sehr aktiv", sagte der Mediziner, der den Rennläufer bereits bei der mysteriösen Virusinfektion vor zwei Jahren betreut hatte. "Sportler sind vom Immunsystem her mehr belastet und durch die vielen Reisen ständig mit Keimen konfrontiert", betonte er.
"Diese Kombination war das Problem, welches mit einer speziellen Therapie behoben werden konnte. Jetzt ist alles völlig ausgeheilt, die Blutwerte sind normal." Dass die Krankheit erneut ausbrechen könnte, sei nicht zu erwarten, das Risiko liege bei "ein bis zwei Prozent".
(apa/red)
