Nach Verwarnung in Genua: Köllerer erhielt acht Wochen Sperre durch ATP
- "Crazy Dani" zuckte drei Tage vor Ende der Bewährungs-Frist aus. PLUS: Horrorlos für unser Daviscup-Team
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Er gilt als hoffnungsreicher, talentierter Nachwuchsspieler, doch leider macht Daniel Köllerer immer wieder wegen seines ungezügelten Temperaments auf dem Court auf sich aufmerksam. Der 21-jährige Oberösterreicher bekam nun auch die Rechnung für eine Verwarnung beim Challenger in Genua präsentiert. Die neuerliche Disziplinlosigkeit zog eine achtwöchige Sperre der ATP bis Ende November nach sich.
"Ich hatte geplant, in Dubrovnik zu spielen, wurde aber aus dem Bewerb genommen. In dieser Woche habe ich das Schreiben von der ATP bekommen - meine Saison ist gelaufen", so Köllerer. Sein Manager Manfred Nareyka erklärte die Hintergründe gegenüber der APA. "Nach der Verwarnung in St. Pölten gab es eine Vereinbarung mit der ATP, dass Dani eine Sperre erhält, sollte er sich in den darauf folgenden drei Monaten wieder etwas zu Schulden kommen lassen, was leider drei Tage vor Ablauf dieser Frist passiert ist", so Nareyka. Damit fällt auch der geplante Quali-Start bei der BA-CA-Trophy in der Wiener Stadthalle ins Wasser.
In Genua, wo er erst im Halbfinale gescheitert war, hatte Köllerer im Match gegen Frederico Luzzi ein Warning erhalten, seinem ebenfalls disziplinlosen Gegner wurde bei 5:2 im dritten Satz für Köllerer ein ganzes Strafgame aberkannt und das Match war damit zu Ende. Köllerer wurde dann in der Kabine von mehreren Italienern regelrecht zusammen geschlagen und in der Folge auch telefonisch bedroht. "Sie haben ihn angerufen und gedroht, ihn umzubringen. Wir haben dann ein neues Hotel zur Verfügung bestellt bekommen", erzählte Nareyka.
Unabhängig von diesem Zwischenfall wollte der Manager, der sich seit zwei Jahren um Köllerer kümmert, aber das mitunter doch sehr unreife Verhalten seines Schützlings keinesfalls verteidigen. In einem 90-minütigen Gespräch hatte Daviscup-Kapitän Thomas Muster Nareyka auch klar gemacht, dass sich Köllerer ändern muss. "Er hat gesagt: Wenn er sich nicht ändert, wird er es nicht schaffen." Die Trainingswoche mit dem Daviscup-Team soll, so Nareyka, durchaus Früchte getragen und ein Umdenken bei Köllerer bewirkt haben. "Ich weiß, dass er Österreichs Nummer eins werden könnte. Für nächstes Jahr hoffen wir, dass er in die Top 100 vorstößt", so Nareyka. Derzeit ist "Crazy Dani" 194. im Entry-Ranking. (apa)
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