Donnerstag, 30. September 2004

Motorsport: Dakar-Sieger Richard Sainct brach sich bei Sturz die Halswirbelsäule

  • Franzose stürzte bei Unfall rund 80 Meter in die Tiefe

Der 34-jährige Motorrad-Pilot Richard Sainct, der am Mittwoch auf der vierten Etappe der Pharaonen-Rallye verunglückt ist, ist einem Bruch der Halswirbelsäule erlegen. Das erklärte ein Mediziner in Siwa/Ägypten, wo der dreifache Sieger der Dakar-Rallye (2001-2003) nach dem Unfall aufgenommen worden war.

"Der Tod ist auf einen Genickbruch und damit verbunden einen Atemstillstand sowie Stillstand des Blutkreislaufes zurückzuführen", so die medizinische Quelle. Der Franzose war demnach auf der ersten Sonderprüfung der vierten Etappe, einem sandigen, aber besonders schnellen Teilstück, zwischen Baharia und Siwa (nahe der ägyptisch-libyschen Grenze) nach 285 gefahrenen Kilometern rund 80 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Ursachen für den tödlichen Unfall des auf Platz vier liegenden KTM-Piloten sind weiter unklar.

Richard Sainct zählte zu den erfolgreichsten Motorrad-Enduro-Piloten überhaupt. Die berühmt-berüchtigte Dakar-Rallye gewann er drei Mal in Folge. 2001 und 2002 siegte er jeweils auf BMW, 2003 erstmals auf einer österreichischen KTM. Heuer war Sainct Zweiter hinter seinem spanischen Teamkollegen Nani Roma geworden. Außerdem hat Sainct je zwei Mal die Rallyes Atlas (1997, 1998), Tunesien (1998, 1999), Marokko (2001, 2002) und Ägypten (2002) gewonnen.

Nach Bekanntwerden des tödlichen Unfalls entschied KTM-Motorsportchef Kurt Nicholl in Mattighofen, alle Werksmotorräder abzuziehen. Rallye-Direktor Jacky Ickx ordnete an, dass bei der nächsten Etappe lediglich eine Sonderprüfung gefahren wird. Die Rallye wird aber fortgesetzt. (apa/red)

30.9.2004 16:33