Horrorlos für Österreichs Daviscup-Team:
Musters Burschen müssen nach Australien!
- ÖTV-Kapitän kämpferisch: "Fahren hin, um zu gewinnen"
- 1989 feierten "Musketiere" 5:0-Sieg gegen Australien
Kein Glück für das Daviscup-Team: Österreichs Herren erwartet 2005 gleich zum Auftakt ein extrem harter Brocken. Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Co., die dank des Pörtschacher 3:2 gegen Großbritannien wieder in der Weltgruppe vertreten sind, treffen zum Auftakt vom 4. bis 6. März 2005 auswärts auf die von Lleyton Hewitt angeführten Australier, die diesen Traditionsbewerb erst im Vorjahr im Finale gegen Schweden zum 28. Mal gewonnen haben.
Daviscup-Kapitän Thomas Muster, der nach dem Ende seiner aktiven Jahre etliche Jahre in "down under" gelebt hat und mit den dortigen Verhältnissen bestens vertraut ist, nahm dieses Hammerlos aber gelassen zur Kenntnis. "Die Australier sind die Favorits und wir die Außenseiter, doch ist dieses Duell eine Challenge für unsere Leute. Wir fahren hin, um zu gewinnen", sagte der Steirer zwei Tage vor seinem 37. Geburtstag. Er geht davon aus, dass die Aussies Rasen oder einen Rebound Ace-Belag wählen und den Länderkampf eventuell in Hewitts Heimatstadt Adelaide ansetzen.
Auch für Stefan Koubek, der mit seinen zwei Single-Siegen beim 3:2 gegen Großbritannien erheblichen Anteil am Klassenerhalt des ÖTV-Teams hatte, ziehen die Australier als klare Favorits in dieses Duell, doch sind die Aussies aus seiner Sicht nicht total außer Reichweite. "Hewitt ist zwar absolute Weltklasse, aber auch nicht unschlagbar. Die Aufgabe ist nicht aussichtslos, doch das größte Handicap ist die Entfernung", meinte der Kärntner, nach dessen Ansicht die strapaziöse Anreise das Hauptproblem darstellt.
1989 glorreicher 5:0-Sieg der "Musketiere"
Das letzte Duell mit den Australiern gab es 1989 in Wien, als Muster, Horst Skoff und Alex Antonitsch im Wiener Dusika-Stadion Pat Cash, Mark Woodforde und John Fitzgerald auf Sand mit 5:0 abfertigten. Davor hatten die Australier in der "Steinzeit" 1905 (daheim 5:0) und 1906 (w.o.) zwei Mal gegen Österreich gewonnen.
Mit den "Musketieren" war Österreich 1989 auf Sand der Favorit, diesmal sind die Australier vor eigenem Publikum wohl nur schwer zu bezwingen. Hewitt, der heuer Österreichs aktuellen Topspieler Jürgen Melzer drei Mal (French Open, Wimbledon und Hamburg) bezwungen hat, ist hinter Roger Federer und Andy Roddick die aktuelle Nummer drei im Entry-Ranking und auch im Doppel sind die Aussies seit Jahren eine Macht.
Wer ist der zweite Mann neben Hewitt?
Die Frage ist, wer der zweite Single-Spieler sein wird. In Frage kommen Mark Philippoussis (92), dem allerdings immer wieder Verletzungen zu schaffen machen, sowie Wayne Arthurs (100) oder Todd Reid (106), die allerdings in Reichweite der ÖTV-Spieler sein könnten.
"In den Spielen gegen die australische Nummer zwei haben wir gute Möglichkeiten auf Punkte", meint auch Julian Knowle, der im Doppel die Australier klar favorisiert. "Mit Todd Woodbridge haben sie den wohl besten Doppelspieler der Welt auf Rasen und einen der besten auf Hardcourt, er ist mit jedem Partner klarer Favorit." (apa/red)
| WELTGRUPPE - 1. Runde (4. bis 6. März 2005): | |||||||
| Slowakei | - | Spanien (1) | |||||
| Schweiz (7) | - | Niederlande | |||||
| Australien (4) | - | ÖSTERREICH | |||||
| Argentinien (6) | - | Tschechien | |||||
| Russland (5) | - | Chile | |||||
| Frankreich (3) | - | Schweden | |||||
| Rumänien | - | Weißrussland (8) | |||||
| USA (2) | - | Kroatien | |||||
Viertelfinale: 15. bis 17. Juli 2005
Semifinale: 23. bis 25. September 2005
Finale 2. bis 4. Dezember 2005
(apa/red)
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