Dienstag, 28. September 2004

23 Medaillen bei Paralympics in Athen: Erfolgreiche Spiele für Österreich zu Ende

  • Rennrollstuhl-Fahrer Geierspichler erfolgreichster Athlet

Für Österreichs Athleten gingen am Dienstag in Athen die 12. und erfolgreichsten Paralympics der Behindertensportler seit den 80-er Jahren zu Ende. Die heimischen Sportler holten nach 15 Mal Edelmetall 2000 in Sydney in Griechenland mit acht Mal Gold, elf Mal Silber und vier Mal Bronze insgesamt 23 Medaillen.

Erfolgreichster ÖPC-Athlet war der Rennrollstuhl-Fahrer Thomas Geierspichler mit fünf Medaillen. Der 28-jährige Salzburger, der neben einer Gold auch drei Silber- und eine Bronzemedaille einheimste, fungierte bei der Schlussfeier am Dienstagabend auch als Fahnenträger des österreichischen Teams. Die Zeremonie wurde allerdings aus Respekt vor den Angehörigen der sieben bei einem Busunglück getöteten Schülern, die zu den Paralympics nach Athen unterwegs waren, kurz und förmlich gehalten.

Die Behindertensportler hatten während der elf Wettkampftage in Athen für unerwartet großes Publikumsinteresse gesorgt. Das Internationale Paralympische Komitee freute sich über 850.000 verkaufte Karten und die Herzlichkeit, mit der Griechenland die Athleten empfangen hatte.

Am Schlusstag der Wettkämpfe waren die österreichischen Boccia- Spieler knapp an einer weiteren Medaille vorbeigeschrammt. Trotz eines 5:3-Erfolges über Argentinien schied das ÖPC-Team in der Gruppenphase aus.

Vor allem im Radsport und in der Leichtathletik sorgten die heimischen Athleten für Furore. Während sich Österreich mit sieben Medaillen in Athen sogar zur erfolgreichsten Rad-Nation der Paralympics krönte, sorgten mit Andrea Scherney (5,02 m im Weitsprung), Georg Tischler (9,67 m im Kugelstoßen), und Bil Marinkovic (49,33 m im Speerwurf) drei ÖPC-Athleten für neue Weltrekorde. (apa)

28.9.2004 18:58