Montag, 27. September 2004

Paralympics in Athen: Weitere sieben Medaillen für Österreichs Athleten!

  • 2x Gold & Silber für Radfahrer, 1x Silber im Tischtennis
  • Gold für Speerwerfer Marinkovic, Silber im Kugelstoßen

Für Österreichs Teilnehmer bei den 12. Paralympics in Athen hat es am vorletzten Wettkampftag einen wahren Medaillenregen gegeben. Am bisher erfolgreichsten Tag holten die rot-weiß-roten Athleten am Montag gleich sieben Medaillen. Zwei Gold- und zwei Silbermedaillen gingen auf das Konto der Radfahrer, eine Goldene an den blinden Speerwerfer Bil Marinkovic mit Weltrekord, Silberne gab es im Tischtennis und im Kugelstoßen: Damit hielt Österreich bei 23 Medaillen (8/11/4) und damit deutlich mehr als vor vier Jahren in Sydney (15).

Für die Goldmedaillen sorgten jeweils im Straßen-Zeitfahren Christoph Etzlstorfer (HC A) und Wolfgang Eibeck (LC1), Silber holten Johann Mayrhofer (HC B/C/Kombinationswertung) und Wolfgang Dabernig (LC 4/Kombinationswertung). Für die Oberösterreicher Mayrhofer und Etzlstorfer sowie den Niederösterreicher Eibeck war es jeweils die bereits zweite Medaille bei diesen Titelkämpfen. Mit insgesamt sieben Medaillen war Österreich damit im Radsport Nummer eins vor Australien und Spanien.

Das Tischtennis-Team Stanislaw Fraczyk und Rene Gutdeutsch gewann Silber. Im Team-Finale (fünf Matches) musste es sich den Niederländern Gerben Last/Tonnie Heijnen im entscheidenden Doppel und insgesamt mit 2:3 geschlagen geben. Silber holte auch Wolfgang Dubin im Kugelstoßen (F36) mit 11,90 m, ehe Marinkovic den großartigen Tag mit Weltrekord und Gold im Speerwurf (49,32 m) der Klasse F11 ausklingen ließ. In der Medaillen-Wertung lag Österreich damit auf Platz 20. Am Dienstag ist Österreich nur noch im Boccia-Bewerb vertreten.

Die Organisatoren der Paralympics haben unterdessen am Montag als Reaktion auf einen tragischen Busunfall in Griechenland die für Dienstag angesetzte Schlusszeremonie abgesagt. Sieben Gymnasialschüler sind Montagvormittag bei der Kollision ihres Schulbusses mit einem Lastwagen 174 Kilometer nördlich von Athen ums Leben gekommen. Die Schüler wollten am Nachmittag die Paralympischen Spiele in Athen besuchen. (apa)

27.9.2004 17:46