Blutige Anschlagserie im Nordosten Indiens: Mindestens 44 Menschen sterben
- Bomben in Bahnhof, Markt und Strasse. Zu den Urhebern der Anschläge gibt es keine Informationen
Bei der Serie von Terroranschlägen im Nordosten Indiens sind am Samstag nach einer neuen Bilanz 49 Menschen getötet worden. Wie die indische Polizei am Sonntag mitteilte, wurden zudem mehr als 120 Menschen verletzt.
Ein Bombenanschlag auf den Bahnhof der Stadt Dimapur im Bundesstaat Nagaland kostete 17 Menschen das Leben. Bei einer weitere Explosion auf einem belebten Markt in Dimapur starben 11 Menschen. 21 Tote gab es bei einer Serie von Anschlägen im Nachbarstaat Assam. Zahlreiche Verletzte befanden sich noch in kritischem Zustand.
Die Polizei von Assam vermutete, die verbotene Nationale Demokratische Front von Bodoland, die für einen eigenen Staat des Bodo-Volkes kämpft, könnte hinter den Anschlägen stehen. Ein Bekennerschreiben lag jedoch nicht vor. Rund 50 militante Gruppen sind im Nordosten Indiens aktiv, viele verfolgen separatistische Ziele.
UN-Generalsekretär Kofi Annan verurteilte die Terroranschläge. "Kein Anliegen oder Missstand kann solche sinnlosen und grausamen Taten gegen unschuldige Zivilisten rechtfertigen", erklärte ein Sprecher Annans in New York. (apa)
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