Kommunalwahlen in Bosnien-Herzegowina: Geringe Wahlbeteiligung
- Bosnier wählen Kommunalparlamente und Bürgermeister
In 142 Gemeinden Bosnien-Herzegowinas sind am Samstag um 19.00 Uhr die Kommunalwahlen abgeschlossen worden. Die ersten Wahlen, die seit Kriegsende im Jahre 1995 nicht von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) organisiert wurden, verliefen problemlos. Nach Angaben der zentralen Wahlkommission dürfte die Wahlteilnahme landesweit aber nur bei 50 Prozent liegen.
Zum ersten Mal haben die Bürger in beiden Landesteilen - bosniakisch-kroatische Föderation und Republika Srpska - auch die Bürgermeister direkt gewählt. In Mostar, der jahrelang nach dem Krieg geteilten herzegowinischen Stadt, wurde zum ersten Mal ein gemeinsamer Stadtrat gewählt.
Bis 16.00 Uhr hatten sich am Urnengang 34,7 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Im kleineren Landesteil, der Republika Srpska, war die Wahlteilnahme mit 35,77 Prozent etwas höher als in der Föderation, wo sie bei 32,77 Prozent lag. Die höchste Wahlbeteiligung war bis 16.00 Uhr allerdings im Distrikt Brcko - 50 Prozent - verbucht.
Die ersten Wahlergebnisse wurden im Laufe der Nacht erwartet.(apa)
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