Kein Ende der Gewalt im Irak: Video zeigt Enthauptung von irakischer Geisel!
- Mann hatte zugegeben für US-Armee zu arbeiten
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Eine Islamistengruppe hat am Samstag im Internet ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung eines Irakers zeigt. Der Mann habe zugegeben, für die US-Armee gearbeitet zu haben, heißt es in dem Video. Die Gruppe Ansar el Sunna hat Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida.
Ein Konvoi mit den beiden im Irak verschleppten französischen Journalisten ist angeblich auf dem Weg nach Syrien von US-Streitkräften bombardiert worden. Wie der französische Abgeordnete Didier Julia am Freitag in Damaskus mitteilte, wurden dabei sechs der irakischen Entführer getötet.
Die zwei Journalisten Christian Chesnot und George Malbrunot seien unverletzt geblieben. Allerdings sei wegen des Vorfalls die geplante Freilassung nicht zu Stande gekommen.
Die US-Streitkräfte im Irak erklärten zu der Darstellung Julias, ihnen lägen keine Berichte vor, die die Angaben stützten. Das französische Außenministerium wollte sich am Abend nicht äußern.
Der Abgeordnete Julia ist an Verhandlungen über die Freilassung der zwei im August entführten Journalisten beteiligt, handelt aber nicht im Auftrag der französischen Regierung. Er machte keine Angaben dazu, wo sich der Angriff auf den Konvoi zugetragen haben soll. Laut Julia sollten die zwei verschleppten Journalisten in die syrische Hauptstadt gebracht und freigelassen werden.
Zuvor hatte es geheißen, die Freilassung Chesnots und Malbrunots stehe womöglich kurz bevor. Der inoffizielle französische Vermittler Philippe Brett sagte dem Sender Europe-1 am Freitag zu Mittag, er sei bei den beiden. Die Verhandlungen stünden wenige Stunden vor dem Abschluss. Die Journalisten waren am 20. August auf dem Weg nach Najaf gekidnappt worden, die Gruppe Islamische Armee im Irak hatte sich der Tat bezichtigt.
US Armee dementiert Vorfall
Die US-Armee hat den Vorwurf des als selbst ernannter Vermittler auftretenden französischen Abgeordneten Didier Julia zurückgewiesen, wonach bei einem US-Bombardement sechs Begleiter der im Irak entführten französischen Journalisten getötet wurden. "Ich würde sagen, dass nichts davon wahr ist", sagte US-Armeesprecher Greg Slavonic. "Ich habe keine Berichte gesehen, die belegen würden, dass irgendeine dieser Geschichten exakt oder wahr ist."
Nach Angaben von Julia starben sechs Menschen, die für die Sicherheit der beiden im Irak entführten französischen Journalisten sorgen sollten. Die USA hätten ihre Bombardements verstärkt, nachdem die Rückkehr der beiden entführten Journalisten angekündigt worden sei, hatte Julia am Freitag vor Journalisten in Damaskus gesagt. Die beiden Geiseln seien aber in Sicherheit.
Die Pariser Regierung hatte die private Vermittlungsinitiative um den UMP-Abgeordneten Julia in den vergangenen Tagen als kontraproduktiv kritisiert. Die Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot sowie ihr syrischer Fahrer Mohammed el Jundi befinden seit dem 20. August in der Gewalt moslemischer Extremisten im Irak. (apa/red)
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