Autobombenanschlag auf Ex-Minister: Hamadeh in Beirut schwer verletzt!
- Fahrer des Politikers wurde getötet, Hintergründe unklar
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Der aus Protest gegen den Einfluss Syriens in seinem Land zurückgetretene libanesische Wirtschaftsminister Marwan Hamadeh hat am Freitag ein Bombenattentat leicht verletzt überlebt. Der Fahrer des Drusen-Politikers wurde bei der Explosion in Beirut getötet, ein Leibwächter erlitt Verletzungen. Im Kreis der Politiker, die den politischen und militärischen Einfluss Syriens im Libanon ablehnen, zählt Hamadeh zu den einflussreichsten.
Er hatte Anfang September mit drei weiteren Ministern seinen Rücktritt eingereicht, um gegen eine von Syrien betriebene Verfassungsänderung zu protestieren. Die Änderung hatte dem von Syrien unterstützten Präsidenten Emil Lahoud weitere drei Jahre im Amt gesichert.
Das Attentat wurde im In- und Ausland als Anschlag auf die politische Stabilität Libanons kritisiert. Das französische Außenministerium sprach von einem "Schlag gegen die libanesische Demokratie". Der britische Botschafter im Libanon, James Watts, verurteilte die Tat als "Angriff auf die Existenz eines demokratischen Libanon". Präsident Lahoud verurteilte den Anschlag und ordnete Ermittlungen an. Ministerpräsident Rafiq Hariri, ein Vertrauter Hamadehs, wertete den Angriff als "Schlag gegen bürgerliche Freiheit und Stabilität im Libanon". Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
Die syrische Präsenz im Libanon beschäftigt derzeit auch den UNO-Sicherheitsrat. Das Gremium hatte vor wenigen Wochen eine Resolution verabschiedet, die den Abzug aller ausländischer Truppen aus dem Libanon vorsieht. Dies zielt vor allem auf Syrien, das dort Soldaten stationiert hat. (apa/red)
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