Entführter CNN-Mitarbeiter freigelassen: Riad Ali an Polizeistation in Gaza übergeben
- Redakteur wegen religiöser Zugehörigkeit gekidnappt
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Kaum verhohlene Drohung
des israelischen Premiers
Nach einem Tag Geiselhaft haben militante Palästinenser am Dienstag den in Gaza entführten Mitarbeiter des US- Nachrichtensenders CNN, Riad Ali, unverletzt freigelassen. Der israelische Araber sagte, er sei von Mitgliedern der Al-Aksa- Märtyrerbrigaden verschleppt worden, weil er der religiösen Minderheit der Drusen angehöre und diese in der israelischen Polizei und Armee dienten.
"Ich kann natürlich nicht sagen, ob sie wirklich von den Al-Aksa- Brigaden waren", räumte er ein. Die Entführer hatten sich nicht öffentlich zur Geiselnahme bekannt oder Forderungen aufgestellt. Alle bedeutenden Palästinensergruppen hatte die Entführung verurteilt und zur Freilassung Alis aufgerufen.
Die Al-Aksa-Brigaden sind ein bewaffneter Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Arafat. Dessen Autonomiebehörde hatte den Eindruck erweckt, der CNN-Mitarbeiter sei womöglich von der radikal- islamischen Hamas-Bewegung gekidnappt worden.
Alis Vater Said bestätigte unterdessen, Arafat habe sich für die Freilassung seines Sohnes eingesetzt. "Er hat gesagt, er wird nicht eher schlafen, als mein Sohn freigelassen wird - und jetzt ist das geschehen!", freute er sich gegenüber dem israelischen Radio.
Unterdessen kritisierten Offiziere einer israelischen Elite-Einheit Einsätze der Armee zur Zerstörung palästinensischer Häuser im Gazastreifen. In einem Schreiben an die Militärführung bezeichneten die vier Mitglieder der Luftwaffe das Vorgehen der Armee als unmoralisch und gegen Unschuldige gerichtet, wie die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete. (apa)
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