"Künftig bis zu 300 Soldaten in Bosnien". Platter verdoppelt österreichische Truppen
- "Stabiles Umfeld Voraussetzung für sicheres Österreich"
Der Ministerrat hat am Montag beschlossen, das österreichische SFOR-Kontingent in Bosnien-Herzegowina um bis zu 150 Soldaten aufzustocken. "Wir werden künftig bis zu 300 Soldaten in Bosnien-Herzegowina stellen und damit unsere Kontingentsstärke verdoppeln", erklärte Verteidigungsminister Platter.
Ein stabiles Umfeld sei Voraussetzung für ein sicheres Österreich, sagte Platter. Sein außenpolitischer Schwerpunkt liege daher in Südosteuropa. Mit dem heutigen Ministerratsbeschluss wird Österreich künftig bis zu 850 Soldaten in Südosteuropa stellen.
Die bisher von der NATO geführte Mission in Bosnien-Herzegowina wird mit Jahreswechsel zur Friedensmission "Althea" der EU, weshalb amerikanische Soldaten abgezogen und durch europäische Truppen ersetzt werden. "Die Europäische Union ist bereit, Verantwortung für ihr sicherheitspolitisches Umfeld zu übernehmen", sagte Platter. Österreich sei durch seine geografische Lage besonders von der Situation in Südosteuropa betroffen.
Derzeit dienen die österreichischen SFOR-Soldaten gemeinsam mit Truppen aus Slowenien und Italien im Süden Bosnien-Herzegowinas in einer "Multinational Specialized Unit" (MSU). Die Aufgaben des Kontingents umfassen auch den sicherheitspolizeilichen und kriminalistischen Bereich. Geplant ist, dass österreichische Soldaten auch in der "Multinational Task Force North" (MNTF North) in einem gemeinsamen Kontingent mit tschechischen und finnischen Soldaten Friedensarbeit leisten. (apa)
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