Montag, 27. September 2004

Terror im Irak: Mehrere Tote und Verletzte bei neuem Autobomben-Anschlag in Mosul

  • Vier Todesopfer bei Bombenattentat nahe Baakuba
  • Luftangriff: Zwei Tote und 46 Verletzte in Bagdad

Bei der Explosion einer Bombe nahe der irakischen Widerstandshochburg Baakuba sind vier Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde verletzt, als der Sprengkörper an einer Straße in der Ortschaft Khan Bani Saad hochging, wie die Polizei mitteilte. Bei den Opfern handle es sich um Bauern, die in einem Lastwagen unterwegs gewesen seien.

Auf die Polizeiakademie in der Hauptstadt Bagdad wurden fünf Raketen abgefeuert. Es seien keine Menschen zu Schaden gekommen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Der Autobombenanschlag in der nordirakischen Stadt Mosul hat am Montag indes mindestens vier Mitglieder der irakischen Nationalgarde das Leben gekostet. Drei weitere Nationalgardisten und ein Zivilist seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Augenzeugen berichteten außerdem, dass drei Fahrzeuge schwer beschädigt wurden.

Die US-Luftwaffe griff zudem Ziele im Bagdader Schiitenviertel Sadr City an, wie Augenzeugen berichteten. Es seien mehrere starke Explosionen zu hören gewesen, berichteten Anrainer. Laut Krankenhausangaben sind in der Nacht zwei Menschen getötet und 46 verletzt worden. Unter den Verletzten seien 15 Frauen und neun Kinder. Dies teilte der Arzt Kassem Saddam vom Imam-Ali-Krankenhaus im Stadtteil Sadr mit. Ein Sprecher der US-Armee wollte zu den Berichten zunächst nicht Stellung nehmen. In dem Viertel kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen US-Soldaten und radikalen Schiiten. (apa/red)

27.9.2004 07:59