"Das Leben ist ein Pilgerweg": Küng
nimmt Krenn-Nachfolge in St. Pölten an
- Donnerstag offizielle Ernennung des neuen Bischofs
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Das Rätsel um die Nachfolge von Kurt Krenn ist endgültig gelöst: Der derzeitige Bischof von Feldkirch, Klaus Küng (64), wird nach dem Rücktritt Krenns neuer Bischof von St. Pölten. "Die Annahme des Rücktrittsgesuches von Diözesanbischof Kurt Krenn wird gemeinsam mit der Ernennung des neuen Bischofs von St. Pölten am Donnerstag publiziert", verrät die Pressestelle der Österreichischen Bischofskonferenz den bereits feststehenden Termin.
Küng ist grundsätzlich bereit, als Nachfolger von Kurt Krenn, das Hirtenamt in der Diözese St. Pölten zu übernehmen. Er liebe seine Heimat Vorarlberg und sei im Land verwurzelt. Aber, "wenn der Heilige Vater das von mir will, kann ich nicht Nein sagen", deutete Küng seine Bereitschaft an, der erwarteten Berufung nach St. Pölten Folge zu leisten: "Das Leben ist ein Pilgerweg, wenn er kommt, fällt der Abschied von der Diözese Feldkirch schwer".
Für die Nachfolge Küngs in der Diözese Feldkirch gab es noch keine offiziellen Informationen. Gemäß innerkirchlichen Usancen müssen katholische Bischöfe im Vatikan einen alle drei Jahre zu aktualisierenden geheimen Dreiervorschlag mit Namen potenzieller Nachfolger deponieren. Der Heilige Stuhl ist im Ernstfall aber nicht daran gebunden. Beispielsweise war Klaus Küng seinerzeit nicht auf dem Dreiervorschlag seines Vorgängers Bruno Wechner aufgeschienen. E wolle sich in Rom dafür einsetzen, dass die Kontinuität gewahrt bleibe. Ohne einen Namen zu nennen, sagte Küng, er trage "so manche Hoffnung im Herzen".
Sollte Küng nach St. Pölten berufen werden, dürfte zunächst ein apostolischer Administrator für die Diözese Feldkirch bis zum Zeitpunkt der Amtseinführung des Nachfolgers bestimmt werden. Das könnte theoretisch auch Küng selbst sein.
Offizielle Bestätigung am Donnerstag
Auch die österreichische Bischofskonferenz hat bereits offiziell Stellung genommen, dass die Nominierung von Küng zum Nachfolger des zurückgetretenen Diözesanbischofs Krenn fix sei. Der neue Bischof wird vom Heiligen Stuhl am Donnerstag bekannt gegeben, hieß es in einer von Kathpress übermittelten Erklärung. Erst damit sei die personelle Neuordnung "gültig und rechtskräftig".
Mit der voraussichtlichen Entsendung von Bischof Klaus Küng nach St. Pölten wird der Vatikan jene Vorgangsweise wählen, die hier zu Lande schon kurz nach Beginn der Visitation als am plausibelsten galt. Nach dem zwischenzeitlich erfolgten Rücktritt Kurt Krenns, dessen Annahme im Übrigen vom Vatikan bisher nicht offiziell bestätigt wurde, wurden aber auch Varianten laut, wonach ein niederösterreichischer Abt zum Bischof geweiht werden könnte.
Krenns Rückzug vom Bischofsamt war eine massive öffentliche Debatte über die Zustände am St. Pöltner Priesterseminar vorausgegangen. Wie im Sommer über an Medien gespielte Fotos einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, sollen Vertreter des Seminars ihre Homosexualität mit Alumnen auch ausgelebt haben. Bereits vor Gericht abgehandelt wurde zudem das Vergehen des Herunterladens von Kinderpornos durch einen Seminaristen. (apa/red)
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