Freitag, 1. Oktober 2004

"Sie konnte nicht mehr stehen": Kärtnerin mit 3,2 Promille am Steuer erwischt

  • In St.Paul Unfall mit Sachschaden verursacht
  • Frau seit zwei Jahren nach Tod der Tochter alkoholkrank

Mit sage und schreibe 3,2 Promille Alkohol im Blut war am Donnerstagabend eine 43 Jahre alte Arbeiterin aus St. Andrä/Lav. (Bezirk Wolfsberg) mit ihrem Auto unterwegs. Sie verursachte auch prompt eine Kollision, bei der jedoch nur Blechschaden entstand.

Die Frau verlor in St. Paul im Lavanttal beim Abbiegen die Kontrolle über ihren Kombi und kollidierte mit dem Auto einer 37 Jahre alten Malermeisterin. "Aussteigen hat sie ja noch können, aber aufrecht stehen ist nicht mehr gegangen", meinte ein Beamter des Gendarmeriepostens St. Paul gegenüber der APA zur rekordverdächtigen Alkoholisierung der Frau.

Man müsse aber auch ein wenig Verständnis aufbringen, hätte die 43-Jährige doch vor zwei Jahren ihre damals 16 Jahre alte Tochter bei einem Verkehrsunfall verloren. Die Folge: Die Frau begann zu trinken, ihre Ehe zerbrach, worauf sie noch mehr trank. Ihren Führerschein ist sie jetzt jedenfalls los.

Salzburger Wiederholungstäterin
Nur wenige Tage, nachdem sie mit über zwei Promille Alkohol im Blut einen Verkehrsunfall verursacht hatte und ihr deswegen der Führerschein abgenommen worden war, verursachte am Donnerstagabend eine 42-jährige Angestellte in ihrem Wohnort St. Johann im Pongau erneut in stark betrunkenem Zustand einen Unfall. Auf Grund ihrer Fahrt in Schlangenlinie streifte ihr Wagen ein entgegenkommendes Auto, teilte die Gendarmerie im Pressebericht mit.

Der Frau fuhr nach dem Unfall einfach weiter. Etwa einen Kilometer danach konnte sie der Lenker des anderen Autos sowie ein Zeuge anhalten und der verständigten Gendarmerie übergeben. Die Frau verweigerte diesesmal den Alkotest.
(apa)

1.10.2004 10:05