Donnerstag, 30. September 2004

Nach Pannen-Serie: SP-Chef Gusenbauer fordert Abbestellung der Eurofighter!

  • SP-Chef ruft Regierung zum Handeln auf: "Verhindern, dass Österreich in ein tiefes Finanzierungsloch fällt"

SPÖ-Chef Gusenbauer hat die schwarz-blaue Koalition aufgefordert, die Eurofighter abzubestellen. "Wir verlangen von der Regierung, die Eurofighter abzubestellen, weil sie technisch nicht tauglich sind, die Ausschreibungsbedingugnen nicht erfüllt sind und es ist eine der letzten Möglichkeiten zu verhindern, dass Österreich in ein tiefes Finanzierungsloch fliegt", so Gusenbauer am Donnerstag.

Außerdem sei die Entscheidung über den Ankauf der Eurofighter "an der Bevölkerung vorbeigeschwindelt" worden. Die Ankündigung der Gegengeschäfte sei nicht darstellbar. Nun komme dazu, dass sogar der Liefertermin nicht haltbar sei. Es könne jedenfalls nicht sein, dass derartig viele gebrochene Versprechungen ohne Konsequenzen blieben, betonte Gusenbauer.

Das deutsche Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte geschrieben, der Eurofighter sei "Ppaktisch fluguntauglich". Der "Kommodore" des deutschen Jagdgeschwaders 73 "Steinhoff", bei dem die ersten sieben Eurofighter der deutschen Luftwaffe in Betrieb genommen wurden, weist derartige Berichte aber zurück.

Klar sei, dass nicht alles von Anfang an hundertprozentig funktioniere, so Oberst Günther Katz. Es habe aber keine bösen Überraschungen gegeben, bei der Einführung des neuen Geräts sei man im Zeitplan.

Mit gewissen Problemen und Herausforderungen habe man gerechnet. Die Tests in der Einführungsphase würden aber genau deshalb gemacht, um daraus zu lernen. Das sei auch bei der Einführung früherer Flugzeugtypen der Fall gewesen. Außerdem würden die Test ja durchgeführt, um zu lernen. Generelle technische Probleme gebe es jedenfalls nicht.

(apa)

30.9.2004 12:51