Donnerstag, 30. September 2004

Friedensnobelpreis an eine Salzburgerin? VP-Landesrätin Eberle wurde nominiert!

  • Während Jugoslawien-Krieg Hilfsaktion gestartet
  • Schweigepflicht: 'Große Ehre, aber ich darf nichts sagen'

Die Salzburgerin Doraja Eberle, Salzburger VP-Landesrätin und Initiatorin der Aktion "Bauern helfen Bauern", ist für den Friedensnobelpreis 2005 vorgeschlagen worden. Eberle ist eine von insgesamt 1.000 Frauen, die von einem internationalen Team nominiert wurden.

Das berichtet die "Kronen-Zeitung". Eberle selbst bestätigt in der Zeitung ihre Nominierung, wird aber mit den Worten zitiert: "Obwohl es natürlich eine Ehre für mich ist, darf ich dazu nichts sagen." Das gelte für alle Vorgeschlagenen.

Eberle hat 1992 die Hilfsaktion "Bauern helfen Bauern" ins Leben gerufen, um den Opfern des Jugoslawien-Krieges zu helfen. Seitdem hat die Initiative rund 500 Holzhäuser in den betroffenen Ländern gebaut. Hilfsgüter im Gesamtwert von 20 Millionen Euro wurden in den vergangenen zwölf Jahren von Salzburg auf den Balkan gebracht. "Bauern helfen Bauern" besteht noch immer, mit rund 50 Mitarbeitern.

Auch die Nominierung von 1.000 Frauen beruht auf einer Initiative: "1.000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005" ist die Idee der sozialdemokratischen Schweizer Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot- Mangold. Mit dem Preis soll die Friedensarbeit von Frauen aus aller Welt "sichtbar, erkennbar, erfassbar und vermittelbar" gemacht werden.

Anlass dieser Aktion ist der 100. Jahrestag der Verleihung des Friedensnobelpreises an die erste Frau, die Österreicherin Bertha von Suttner, im Jahr 1905. Aus jedem der 225 Länder der Welt soll mindestens eine Frau nominiert werden. Es soll sich dabei um Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten handeln, die sich für eine gewaltfreie Zukunft engagieren.

(apa)

30.9.2004 12:55