Mittwoch, 29. September 2004

Rekordtief bei Krankenständen: Jeder Beschäftigte fehlt nur ca. 12,5 Tage im Jahr

  • 1993 waren es im Vergleich noch 15,1 Tage
  • Männer sind im Mittel länger krank als Frauen

Österreichische Arbeitnehmer gehen immer seltener in Krankenstand. Laut einer Schätzung des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger dürfte die Zahl der Krankenstände im heurigen Jahr auf ein absolutes Rekordtief fallen. So wird der bisherige Niedrigstwert von 12,7 Krankenstandstagen pro Beschäftigtem aus dem Jahr 2003 auf nunmehr 12,5 Tage im Durchschnitt fallen. Möglicher Grund könnte die Angst um den Arbeitsplatz sein.

In der vergangenen Dekade sind die Krankenstandstage fast kontinuierlich zurück gegangen. 1993 waren es im Schnitt noch 15,1 Tage. Auch die Gesamtzahl aller Krankenstandstage entwickelte sich in den letzten zehn Jahren rückläufig. 1993 lag sie noch bei 40,6 Millionen Tage, 2003 nur mehr bei 36,2 Millionen. Für heuer wird ein weiterer leichter Rückgang erwartet.

Jedenfalls zeigt sich, dass die Krankenstandsdauer der Männer im Durchschnitt länger ist als jene der Frauen. Zuletzt waren Männer 12,3 Tage lang krank, Frauen Frauen nur 11,6 Tage.

Die Veränderungen im Detail

JahrK R A N K E N S T A N D S T A G E
insgesamtDurchschnittsdauerpro
AlleMännerFrauenBeschäftigten
199340,6 Mill.13,413,613,015,1
199440,213,713,913,314,9
199540,313,213,512,914,9
199637,612,913,212,514,0
199735,512,412,712,013,2
199835,912,613,012,013,2
199939,712,512,912,014,4
200039,212,613,012,114,1
200137,712,412,812,013,4
200236,412,212,611,812,9
200336,212,012,311,612,7

2004 * 12,5



(apa/red)

29.9.2004 09:32