Zukunftsangst: Jugendliche und Ausländer
haben größtes Arbeitslosigkeitsrisiko
- 5,3 Prozent in den ersten 3 Monaten ohne Job
- Deutlich mehr Arbeitslose in Wien als in den Ländern
Ausländer und Jugendliche haben in Österreich das größte Risiko, arbeitslos zu werden. Die Arbeitslosenrate der Ausländer war im ersten Quartal 2004 mit 12,6 Prozent (EU-Berechnung) fast drei Mal so hoch wie die der Inländer mit 4,4 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigen auch die vorläufigen Ergebnisse für das zweite Quartal mit einer Inländer-Arbeitslosenrate von 4,1 Prozent gegenüber 11,7 Prozent bei den Ausländern.
Dies geht aus der neuesten Mikrozensus Erhebung der Statistik Austria zum Thema "Erwerbstätigkeit und Arbeitsuche" hervor, die am Montagabend im Rahmen eines Workshops vom Generaldirektor der Statistik Austria Ewald Kutzenberger und dem Leiter der Abteilung Bevölkerung, Josef Kytir, präsentiert wurden.
Ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt ist das Arbeitslosigkeitsrisiko bei den Jugendlichen. Bei den 15- bis 24- Jährigen betrug die Arbeitslosenquote im zweiten Quartal 8,6 Prozent nach 11,0 Prozent im Vorquartal. Deutlich günstiger ist dagegen die Situation bei den älteren Arbeitnehmern. Die Arbeitslosenquote bei den 55- bis 64-Jährigen betrug im ersten Quartal 2004 4,5 Prozent und im 2. Quartal 3,5 Prozent.
Insgesamt betrug die Arbeitslosenquote nach EU-Konzept im ersten Quartal 2004 5,3 Prozent und 4,9 Prozent nach vorläufigen Zahlen im zweiten Quartal, errechnet die Statistik Austria. Die vergleichbaren Arbeitslosenquoten nach nationaler Berechnung betrugen 8,6 bzw. 7,5 Prozent.
In absoluten Zahlen ging die Zahl der Arbeitslosen im zweiten Quartal auf 190.300 nach 203.500 in den ersten drei Monaten zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten von 3,653 auf 3,694 Millionen Personen. Weiters gab es im Erwerbsalter (15 bis 64 Jahre) im 1. Quartal hochgerechnet insgesamt 1,622 Millionen Personen (zweites Quartal: 1,597), die weder arbeiten noch aktiv eine Arbeit suchen. Dazu zählen unter anderem Hausfrauen, Hausmänner, Schüler, Studenten oder Pensionisten.
In Wien gibt's die meisten Arbeitslosen
Regional war die Arbeitslosigkeit im 1. Quartal 2004 in Wien mit 9,7 Prozent deutlich höher als in allen anderen Bundesländern. Die Quote in den drei westlichen Bundesländern Salzburg (3,7 Prozent), Tirol (3,5 Prozent) und Vorarlberg (2,7) lagen deutlich unter dem Bundesschnitt. (apa/red)
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