Besetzung der NÖM-Zentrale in Baden beendet: Protest gegen Gentech-Soja
- NÖM sichert "mittelfristigen Gentech-Ausstieg zu"
- Milchkühe sollen mit Gentech-Soja gefüttert werden
Die Besetzung der NÖM-Zentrale durch Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace ist beendet. Das Unternehmen hat nach Angaben von Greenpeace-Sprecher Steffen Nichtenberger einen "mittelfristigen Ausstieg aus der Gentech-Fütterung" zugesichert. "Der Einstieg zum Ausstieg ist geschafft", freute sich Nichtenberger nach der erfolgreichen Aktion.
Laut Greenpeace-Aussendung wurden die Verhandlungen mit NÖM-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hagenow geführt. "Wir werden die weitere Umsetzung dieser Vereinbarung genau überwachen", so Nichtenberger. NÖM habe weiters zugesagt, die Umweltorganisation auf dem Laufenden zu halten. Zudem wolle man sich seitens des Konzerns dafür einsetzen, dass die Raiffeisen Ware Austria (RWA) ausreichend Gentech-freie Futtermittel zur Verfügung stellt.
Aktivisten drangen in Gebäude ein
Aktivisten der Umweltorganisation besetzten in den Morgenstunden die Zentrale der NÖM. Sie protestierten gegen den Einsatz von Gentech-Soja im Futter der Milchkühe. Während 14 Aktivisten in das Bürogebäude vorgedrungen waren, demonstrierten weitere 23 Umweltschützer auf dem Dach und vor der NÖM-Zentrale mit Transparenten.
"Die Tirolmilch hat seit September 2003 gentechnikfreie Milch auf dem Markt. Der Vorstand der Kärntnermilch hat am 9. September beschlossen, auf Gentech-Soja zu verzichten. Jetzt muss auch die NÖM die Weichen für den Ausstieg aus der Gentechnik stellen", fordert Greenpeace-Sprecher Steffen Nichtenberger. Die Umweltaktivisten haben angekündigt, das Gebäude erst verlassen zu wollen, wenn die NÖM eine glaubwürdige Zusage macht. Greenpeace schätzt, dass bei der NÖM rund 24.000 Tonnen Gentech-hältige Soja eingesetzt werden.
(apa)
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