Erfolgreiche Fahndung nach zerstückelter Frau: Leichenteile in Salzburg aufgetaucht!
- Teile des Oberschenkels unweit der Autobahn gefunden
- Frau von Lebensgefährten erschossen und zersägt
Nach wochenlangen Ermittlungen sind jetzt Teile der Leiche von jener 40-jährigen Frau aufgetaucht, die Ende August von ihrem 48-jährigen Lebensgefährten im Bezirk Vöcklabruck erschossen und mit einer Motorsäge zerstückelt worden war. Die Kriminalisten fanden Reste des linken Oberschenkels der Toten unweit einer Bundesstraße nahe der A 1, der Westautobahn, im Bereich von Thalgau im Flachgau. Der mutmaßliche Mörder hatte ihnen die Stelle zuvor genau beschrieben.
Der 48-Jährige hatte bisher immer angegeben, dass er die zerstückelte Leiche in mehrere Müllcontainer an der italienischen Adria geworfen habe. Zwischen dem Verdächtigen und einem der Ermittler habe sich eine "sehr gute Gesprächsbasis" entwickelt, erklärte Werner Buchegger, Leiter der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Oberösterreich. Schließlich erzählte der Mann, dass er einen der Koffer, in die er die Leichenteile verpackt hatte, nicht schließen konnte. Deshalb fuhr er auf seinem Weg nach Italien von der Autobahn ab und warf den schwarzen Müllsack, in dem sich Teile des Oberschenkels befanden, über eine Böschung.
Nach diesem Fund sei die Beweiskette schlüssig, so Buchegger: "Nur der Verdächtige konnte wissen, wo der Sack liegt." Er habe sogar einen genauen Plan gezeichnet. Die Suche nach den Überresten an der Adria war diese Woche eingestellt worden.
Die gefundenen Leichenteile seien anhand der Schnittverletzungen der toten 40-Jährigen zuzuordnen, erklärte die Gerichtsmedizin in Salzburg. Endgültige Gewissheit, dass es sich tatsächlich um die Überreste des Vöcklabrucker Mordopfers handelt, soll eine DNA-Untersuchung bringen. Das Ergebnis erwartet Buchegger spätestens am kommenden Montag.
Die grausige Tat hatte sich am 22. August in den Morgenstunden ereignet: Die 40-jährige Frau kam von einer Lokaltour nach Hause und legte sich schlafen. Ihr Lebensgefährte hatte in der gemeinsamen Wohnung bereits auf sie gewartet. Er nahm eine Pistole und schoss ihr mehrmals in den Rücken. Da die Frau noch röchelte, gab er einen weiteren Schuss auf ihren Hinterkopf ab.
In den folgenden Tagen besorgte sich der Mann eine Motorsäge und zerschnitt damit die Leiche in mehrere Teile. Diese packte er in Plastiksäcke, schaffte sie in ein Auto und warf sie weg. Die blutige Bettwäsche und die Kleidung des Opfers verbrannte er, auch die Wohnung malte er aus.
Der Mutter der Ermordeten erzählte der Mann, die 40-Jährige sei in Paris, es gehe ihr gut. Er täuschte die ahnungslose Frau perfekt: Der 48-Jährige schickte mit dem Handy des Opfers Kurzmitteilungen an sein eigenes Mobiltelefon. Die Mutter machte sich aber doch Sorgen und erstattete schließlich eine Vermisstenanzeige.
Bei der Einvernahme des Mannes in der Wohnung entdeckten Gendarmeriebeamte Blutspritzer an der Wand und schalteten die Kriminalabteilung ein, die weitere Spuren fanden. Der 48-Jährige legte schließlich laut Exektuive ein Geständnis ab und nannte Eifersucht als Motiv. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
