Freitag, 24. September 2004

Die stillen Seiten von Ibiza entdecken: Im Herbst zeigt sich Insel mit anderem Gesicht

  • Weltkulturerbe abseits von dröhnenden Discotheken
  • PLUS: Die stillen Hot-Spots der Insel im Überblick

Besonders im Herbst zeigt sich die Touristen-Hochburg mit einem anderen Gesicht. Denn die Mittelmeerinsel hat weit mehr zu bieten als laut dröhnende Discotheken, barbusige Sonnenanbeterinnen und Goldkettchen-behängte Mittvierziger. Ibizas Hauptstadt Eivissa gehört sogar zum Weltkulturerbe der Unesco. Und auch sonst gilt es die stillen Stars der Insel zu erkunden.

Ibizas Hauptstadt Eivissa gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Ausgezeichnet sind die Altstadt Dalt Vila mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer, der trutzigen Festung "Castillo Almudaina" und dem "Torre del Homenaje" (Turm der Ehrung) sowie die phönizische Nekropole "Es Puig des Molins", die Siedlung Sa Caleta und die Unterwasserwelt vor der Küste der Stadt.

Stille Zeit des Jahres
Besonders von Oktober bis April, wenn die Urlaubermassen (jährlich 1,35 Mio.) abgezogen sind, zeigt sich die kleine Schwester von Mallorca von seiner romantischen Seite. Die Strände sind nahezu menschenleer, in den Restaurants bekommt man locker Platz, selbst malerische Fincas und originelle Hotels werden jenseits der Hochsaison bezahlbar. Das Klima ist mit 15 bis 20 Grad, in der Sonne sogar 25 Grad, auch mitten im Winter frühlingshaft warm. Die Statistik verspricht 300 Sonnentage im Jahr.

Geruhsamste Stadt
Santa Eulària ist die geruhsamste Stadt der 541 qkm großen Insel. Vor dem dicht mit Pinien bewachsenen Villenhügel La Siesta dümpeln luxuriöse Yachten im Hafen, in der halbrunden Bucht reihen sich bis zu hundert Meter breite Strände aneinander und an der zwei Kilometer langen Strandpromenade sind auch im Winter die Cafés und Restaurants geöffnet.

Ruhe im Norden der Insel
Für Ruhesuchende ist der Norden Ibizas ideal. In der Badebucht Cala Xucla wartet feiner heller Sandstrand und kristallklares sauberes Wasser. Friedlich hocken weißgekalkte Dörfer auf den Hügeln in der Sonne, umgeben von Klatschmoon, gelben und weißen Margeriten. Von Santa Agnès de Corona führt ein sechs Kilometer langer Wanderweg durch Zitronen- und Orangenhaine, an Granatapfel- und uralten verkrüppelten Johannisbrotbäumen vorbei in den Nachbarort Sant Mateu d'Aubarca. (red)

24.9.2004 12:13