Den Indian Summer in Kanada erleben: Quebec lockt jetzt mit leuchtenden Wäldern
- Jetzt ist die ideale Reisezeit für einen Urlaub in Kanada
- PLUS: Die herbstlichen Reise-Highlights im Überblick
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Blutrot und in leuchtendem Orange strahlen Ahorn und Hartriegel in den Wäldern der französischsprachigen Provinz. Dazwischen schimmern Birken und Eichen in satten Ocker- und Gelbtönen. Ein einmaliges Naturschauspiel, das jeden Herbst tausende Touristen nach Quebec in Kanada lockt. Lesen Sie hier, was der sogenannte Indian Summer alles zu bieten hat.
Gegen Ende September zeigen sich in Quebec die ersten roten und gelben Spitzen auf den Blättern der Laubbäume. Und wenn im Oktober die ersten Nachtfröste einsetzen, verwandeln sich die Hügelzüge im Osten Kanadas in Märchenlandschaften. Der Farbenrausch der Blätter ist hier besonders spektakulär, denn es gibt besonders viele Arten von Laubbäumen. Allein zwanzig verschiedene Ahorn- und neun Eichenarten kommen vor - und jede von ihnen prunkt im Herbst mit unterschiedlichen Nuancen.
Ideale Reisezeit
Mit seinen warmen, sonnigen Tagen und klaren, kühlen Nächten ist der Altweibersommer eine ideale Reisezeit in Quebec. Man kann sich treiben lassen, von Dorf zu Dorf bummeln, stille Nebenstrecken entdecken und kleine weiße Kirchen bestaunen. Gute und preiswerte Unterkünfte zu finden, ist in dieser Jahreszeit kein Problem. Es herrscht ruhige Nachsaison - denn die Region ist zu weit von den großen Bevölkerungszentren der Ostküste entfernt, als dass sich die Wochenendausflügler bis hierher verirren würden.
Herbstliche Highlights
Neben Tagesausflügen, die man von Montréal aus in die Laurentinischen Berge nördlich der Metropole unternehmen kann, ist im Herbst besonders eine Fahrt entlang des St. Lorenz zur Gaspésie-Halbinsel lohnenswert. Dort erwarten den Besucher steile Klippen an der Atlantik-Mündung des Stromes, altertümlich anmutende malerische Dörfer, die in der Herbstsonne blitzen, und einsame Wälder im Landesinneren.
Grandioses Naturschauspiel
Auch Québec City ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge. Die völlig intakte Altstadt aus dem 18. Jahrhundert gilt als einzigartig in Nordamerika und wurde von der Unesco zum internationalen Weltkulturerbe erklärt. Nur eine halbe Fahrstunde östlich der Hauptstadt Québecs ist im Oktober am Cap Tourmente ein grandioses Naturschauspiel zu beobachten: Rund 300.000 Schneegänse legen dort auf ihrem Zug nach Süden eine Pause ein. In riesigen Wolken gehen sie dafür am Nordufer des Flusses nieder und stärken sich im saftigen Gras der Marschen für den langen Weiterflug.
Whale-Watching
Von Québec City führt die Route 132 durch malerische alte Bauerndörfer am St. Lorenz ostwärts zur Gaspésie. Im gut zehn Kilometer breiten Strom können von Juni bis Oktober Grau- und Belugawale und sogar seltene Blauwale gesichtet werden. Mit kleinen Sightseeing-Booten kann man sich an die sanften Riesen heranpirschen und sie in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Einsame Leuchttürme, traditionelle Dörfer und lange Strände säumen den weiteren Weg nach Osten. Die von rotem Herbstlaub überzogenen Bergzüge der ChicChoc Mountains rücken dabei immer näher an den Strom heran und ziehen den Besucher mit Sicherheit in ihren Bann.(red)
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