Donnerstag, 23. September 2004

NEWS: Sind Väter die besseren Mütter? Immer mehr Männer wollen gute Väter sein!

  • Bewusster Vater: Promi-Väter sagen wie's funktioniert
  • Promi-Frauen-Umfrage: Was sie zum Thema denken

Die neue Rolle der Männer. Immer mehr Männer wollen ihren Kindern gute Väter sein. Und die "neuen Frauen" profitieren davon. Die grosse NEWS-Umfrage. Was prominente Frauen über engagierte Väter denken. Und wie wichtig Väter für Kinder wirklich sind....

Die gesellschaftlichen Vorzeichen haben sich gründlich geändert. Männer, die mit dem Kinderwagen im Park spazieren gehen, fallen nicht mehr auf wie Aliens vor ihrer Raumkapsel. Und auch die Ansage im Kollegenkreis, lieber nachhause zu Frau und Kind zu gehen, statt bis vier Uhr früh um die Häuser zu ziehen, hat nicht mehr den sofortigen Ausschluss aus der männlichen Geschlechtergemeinschaft zur Folge. Vergangene Woche ging in Wien sogar die erste internationale Väterkonferenz über die Bühne, die auf Initiative der "Männerpolitischen Grundsatzabteilung im Sozialministerium" zustande gekommen ist. Und deren Leiter, der Vorarlberger Johannes Berchtold (siehe auch Interview rechts), sieht die Zeit für eine umfassende Bewusstseinsänderung punkto Nachwuchs endlich gekommen: "Wir Männer müssen uns neu definieren und verstehen, dass auch die Vaterschaft eine erfüllende Art der Karriere sein kann."

Sind Österreichs Männer reif für Vaterschafts-Karriere?
Ob Österreichs Männer für diese Art der Karriere allerdings tatsächlich schon reif genug sind, sei dahingestellt.

* Aktuell hegt nur jede vierte Österreicherin konkrete Kinderwünsche, während sich gleichzeitig aber beinahe jeder zweite Mann über Nachwuchs freuen würde. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Fessel-Instituts hervor.

* Kommt es tatsächlich zur Fortpflanzung, so möchte immerhin ein Drittel aller Männer in der Familie präsenter sein, als es der eigene Vater seinerzeit gewesen ist.

* Jeder zehnte Mann würde es sogar in Kauf nehmen, berufliche Abstriche zu machen, um mehr Zeit mit seinem Nachwuchs verbringen zu können - theoretisch.

* Gleichzeitig ist aber die Zahl jener Väter, die sich für die Karenz und damit für eine aktive Entlastung ihrer Partnerin entscheiden, nach wie vor verschwindend gering. Gerade einmal etwa 2,5 Prozent aller gut 75.000 KarenzgeldbezieherInnen in Österreich sind Männer. Immerhin: In der Bundeshauptstadt sind bereits vier von 100 Personen, die ihre Karriere für ihr Kind unterbrochen haben, Väter.

* Im langjährigen Vergleich steigt die Zahl der Männer in Väterkarenz damit pro Jahr um gerade einmal 0,2 Prozent. Behalten die Österreicher dieses Tempo bei, dann ist frühestens im Jahr 2241 jeder zweite Karenzgeldbezieher ein Mann ...
(Lesen Sie mehr zum Thema in NEWS 39/2004)


23.9.2004 10:50