Mittwoch, 22. September 2004

Service: Mit dem NEWS-Pensionsrechner kommen Sie zu Ihrer echten Rente

  • Aufgedeckt: Wie die Regierung Schüssel die Grauslichkeiten verdeckt.
  • Betroffene: Wer wirklich wie viel durch die verwirrende Reform verliert.

Pensionsreform: NEWS rechnet vor – Sieger und Verlierer im kompliziertesten Rentenmodell der Welt.

Die Sonne strahlte. Der Kanzler strahlte. Der Vizekanzler strahlte. Alle Regierungsmitglieder strahlten, als in der Vorwoche in den Retzer Weingärten zur Schere gegriffen wurde. Doch leider: Die Trauben, die unter großer medialer Anteilnahme von Wolfgang Schüssel und Kollegen geerntet wurden, waren mindestens so sauer wie die Folgen des knapp zuvor präsentierten Entwurfes zur Pensionsreform 2004.

Undurchschaubar. Die vorgelegte Zusammenführung der unterschiedlichen Pensionssysteme ist mindestens so kompliziert wie jeder Satz von Sozialminister Herbert Haupt. Gespickt mit für den Großteil der Bevölkerung völlig undurchschaubaren neudeutschen Wörtern wie „Pensionskorridor“, „Verlustdeckel“ oder „Langarbeitszeitregelung“, wurde das mit Sicherheit komplizierteste Pensionssystem der entwickelten Welt geschnürt. Sozialexperte Bernd Marin: „Es ist ein Horror, bei diesem System kennen sich derzeit in Österreich gerade einmal ein Dutzend Fachleute aus.“ Ins selbe Horn stößt Grünen-Chef und Volkswirtschaftsprofessor Alexander Van der Bellen: „Wer dieses System verstehen will, muss beim PISA-Test schon in der Grenzgenieklasse gewesen sein.“

Muss man nicht, denn gemeinsam mit den Pensionsexperten der Arbeiterkammer bringt NEWS jetzt Licht ins Dunkel des neuen Pensionssystems. Mit dem NEWS-Pensionsrechner vom Cover können Sie mit viel Geduld und einem Elchtest für den Taschenrechner Ihre künftige Pension ausrechnen. Dabei ist vor allem zweierlei gefragt: Geduld und Ausdauer. Denn im schlechtesten Fall besteht Ihre Pension aus drei unterschiedlichen Pensionssystemen, die in einer komplexen Parallelrechnung zur echten Rente zusammengeführt werden müssen. Um eine einzige harmonisierte Pension auszurechnen, müssen vier verschiedene Rechnungen – zwei nach alter und eine nach neuer Rechtslage sowie die Parallelrechnung – durchgeführt werden. Das Ergebnis ist die derzeit für die Bürger kompakteste Renteninformation, die vorliegt. Denn auf Antwort seitens der Pensionsversicherungsanstalt werden Sie noch etwas warten müssen. Derzeit fehlen dort gleich 200 Sachbearbeiter, die allein wegen des neuen Modells ein Jahr lang eingeschult werden müssen. Ein zusätzlicher Aufwand, der sich jährlich laut PVA-Obmann Karl Haas mit mindestens 8,5 Millionen Euro Mehrkosten allein für Personal in der PVA-Bilanz niederschlagen wird. Auf eine schnelle Rechnungslegung werden die Bürger aber auch ab 2005 warten müssen, denn 700.000 Anspruchshalter sind noch immer nicht im EDV-System der PVA eingespeichert und fristen ihre bürokratische Existenz als Karteikarten in diversen Lagern der Versicherungsanstalten. Diese müssen händisch bearbeitet werden.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Ihr Pensions-Rechner als EXTRA-Heft

22.9.2004 15:33