Freitag, 24. September 2004

Nach Einreise-Verbot von Cat Stevens: Sänger will die US-Behörden klagen

  • Er wolle "ernste Ungerechtigkeit rückgängig machen"
  • Yusuf Islam gilt als engagierter Friedensaktivist

Nach seinem Einreiseverbot in die USA hat der britische Sänger Yusuf Islam alias Cat Stevens rechtliche Schritte gegen die US-Behörden eingeleitet. Es solle geprüft werden, "was genau vor sich geht", erklärte Islam in einer am Freitag in London veröffentlichten Stellungnahme. Es sollten "alle notwendigen Schritte" unternommen werden, um diese "ernste und völlig unbegründete Ungerechtigkeit rückgängig zu machen".

Der zum Islam konvertierte frühere Liedermacher war am Dienstagabend gemeinsam mit seiner Tochter auf dem Weg nach Washington, als sein Flug nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet wurde. Die US-Behörden verweigerten ihm die Einreise, weil sein Name auf einer der nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingeführten Flugverbotslisten stand. Wer in den Listen geführt wird, gilt als terrorverdächtig und darf nicht mehr an Bord eines Passagierflugzeuges gelassen werden. Noch im Frühjahr war Islam ungehindert in die USA gereist.

Anfang der 70er Jahre war Cat Stevens mit Liedern wie "Morning has Broken" und "Peace Train" berühmt geworden. 1977 dann trat er zum Islam über und nannte sich Yusuf Islam. Unter seinem neuen Namen betreut und finanziert der ehemalige britische Weltstar heute verschiedene islamische Hilfsprojekte. Er gilt als engagierter Friedensaktivist, ist aber auch ein scharfer Kritiker der USA.
(apa)

24.9.2004 16:52

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