Sonntag, 26. September 2004

"Erwerb der Kontrolle": OMV meldete Petrom-Übernahme bei Kartellgericht an

  • Größte Akquisition in der Geschichte der OMV

Die größte Firmenakquisition in der Geschichte der OMV, der 1,5 Milliarden Euro teure mehrheitliche Kauf des rumänischen Ölkonzerns Petrom, liegt in Wien bereits beim Kartellgericht. Die börsenotierte OMV AG , Wien, hat beim Oberlandesgericht Wien als Kartellgericht den "Erwerb der alleinigen Kontrolle" über Societata Nationala a Petrolului Petrom S.A., Bukarest, angemeldet.

Dies geht aus einer Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt der Wiener Zeitung vom Samstag hervor. Datiert ist die Meldung des Kartellgerichts mit 23. September.

Die OMV hat sich in einem komplexen Vertragswerk 51 Prozent an der Petrom gesichert. Für die restlichen Staatsanteile - also für spätere Privatisierungsschritte bei Petrom - hat sie für die Zukunft zudem ein Vorkaufsrecht.

In der OMV selbst wird zur teilweisen Finanzierung des Petrom- Deals gerade eine Kapitalerhöhung vorbereitet. Wie berichtet, wird der Konzern bis zu fünf Millionen Aktien ausgeben und sich damit - im Fall der vollen Ausschöpfung und auf Basis der aktuellen Börsenkurse
- fast eine Milliarde Euro an der Börse holen. Die ÖIAG-Spitze hatte erst am Freitag bekräftigt, bei dieser Kapitalerhöhung nicht mitzuziehen.

Die OMV ist der größte börsenotierte Industriekonzern Österreichs. Größter Eigentümer ist mit derzeit 35 Prozent die Staatsholding ÖIAG, zweitgrößter Aktionär ist die International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi, mit 19,6 Prozent.
(apa)

26.9.2004 13:45