Der Aufsichtsrat der OMV AG stimmte einer Kapitalerhöhung grundsätzlich zu
- Geldspritze soll weitere Akquisitionen ermöglichen
- Aufstockung um bis zu 5 Mio. Aktien genehmigt
·Nach der Mega-Petrom-Übernahme!
OMV hat Vorkaufsrecht für restliche Staatsanteile
·Petrom: Alle Infos zum Ölriesen
Größter Öl- und Gaskonzern Rumäniens
·Alle Hintergrund- Infos zur OMV AG
Größtes börsennotiertes Unternehmen Österreichs
Die OMV rüstet sich nach der fixierten, aber noch nicht abgeschlossenen Akquisition des rumänischen Erdölkonzerns Petrom für weitere Zukäufe und setzt immer konkretere Schritte in Richtung Kapitalerhöhung. Der OMV-Aufsichtsrat hat mittlerweile einer Kapitalaufstockung um bis zu 5 Mio. Aktien grundsätzlich zugestimmt, sagte OMV-Aufsichtsratschef ÖIAG-Vorstandsdirektor Rainer Wieltsch im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien.
Der Vorstand könne nun die konkreten Details einer solchen Kapitalerhöhung ausarbeiten. Zu einer solchen werde es allerdings nicht vor dem Closing des Petrom-Deals kommen, daher wahrscheinlich auch nicht mehr heuer, so Wieltsch.
Wie berichtet wickelt der österreichische Mineralölkonzern OMV zur Zeit die größte Firmenakquisition in der Unternehmensgeschichte ab, nämlich den 1,5 Mrd. Euro schweren mehrheitlichen Kauf des rumänischen Ölkonzerns Petrom. Die OMV-HV hatte vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Deals heuer im Mai einen bis 2009 laufenden Kapitalrahmen von 8 Mio. Aktien genehmigt. Drei Millionen der theoretisch bis zu acht Millionen jungen Aktien könnten über eine Wandelanleihe auf den Kapitalmarkt gebracht werden.
Wieltsch gab im Klub der Wirtschaftspublizisten erneut zu verstehen, dass die Staatsholding ÖIAG im Falle einer Kapitalerhöhung nicht mitziehen werde. Wie sich der Syndikatspartner IPIC verhalten werde, könne er derzeit nicht sagen. Der Partner aus Abu Dhabi (19,6 Prozent) und die ÖIAG (35 Prozent) könnten sich "völlig unabhängig voneinander entscheiden", ob sie bei der Kapitalerhöhung mitziehen wollen. Dass dabei die Kontrolle über die Gesellschaft verloren werden könnte, glaubt Wieltsch nicht.
Die Anteile des Syndikats würden im Fall einer Kapitalerhöhung unter die 50-Prozent-Marke fallen, was vom Kapitalmarkt honoriert werde, sagte Wieltsch. Durch eine solche Steigerung des "free floats" auf über 50 Prozent würde sich das Gewicht der OMV im ATX erhöhen und zusätzliche Nachfrage nach dem Titel in Höhe von 130 Mio. Euro entstehen, sagte Wieltsch. Dadurch könnte möglicherweise der negative Effekt einer Kapitalerhöhung auf den Kurs kompensiert werden, "sodass wir hoffen, dass die Kapitalerhöhung im Wert der Aktie nicht allzu tiefe Spuren reißen wird".
Wieltsch rechnet aber nicht damit, dass ein konkretisierter Antrag des Vorstands auf eine Kapitalerhöhung vor dem für das 4. Quartal geplanten Closing des Petrom-Deals erfolgt. Hauptzweck einer solchen Kapitalmaßnahme sei nicht die Finanzierung des Petrom-Deals, sondern der Wunsch, "die OMV in in einer Position zu halten, weitere Akquisitionen proaktiv verfolgen zu können". Die OMV werde sich jetzt "nicht drei Jahre auf die Petrom konzentrieren und in dieser Zeit nichts tun".
Die OMV-Aktien notieren derzeit etwa 192 Euro. Sollte der OMV-Vorstand den vom Aufsichtsrat vorgegebenen Rahmen von fünf Mio. Aktien voll ausschöpfen, würde dies zum gegenwärtigen Kurs rein rechnerisch etwa 960 Mio. Euro in die OMV-Kassen schwemmen. Im ÖIAG-Aufsichtsrat vor einer Woche war ein Volumen von 700 Mio. Euro diskutiert worden. Die von der Hauptversammlung im Mai ausgesprochene grundsätzliche Ermächtigung zur Wandelschuldverschreibung umfasst ein Volumen von (zusätzlich) bis zu 600 Mio. Euro, was sich angesichts des Aktienkurses derzeit für die restlichen drei Mio. Aktien des Kapitalrahmens ausginge. (apa/red)
Verrat im Vatikan14:42
Komplizen gesuchtItalienischer Kardinal wird verdächtigt. Weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen.
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.

