Mega-Prozess beginnt: Größtes Verfahren gegen Tabakindustrie in US-Geschichte
- Regierung will 280 Mrd $ an Strafzahlungen durchsetzen
- Gewinne aus fünf Jahrzehnten zurückgefordert!
In den USA beginnt heute das bisher größte Gerichtsverfahren gegen die Tabakindustrie, in dem die US-Regierung Strafzahlungen in Höhe von 280 Milliarden Dollar (rund 231 Milliarden Euro) durchsetzen will. Die Regierung wirft Branchenunternehmen in dem Prozess vor einem Bundesgericht in Washington vor, unter anderem den Nikotingehalt von Zigaretten manipuliert zu haben, um die Suchtwirkung und damit Absatz und Profit zu steigern.
Zudem soll die Industrie seit den 50er Jahren Studien unterdrückt haben, die vor den Gefahren des Rauchens warnen. Die Regierung fordert deshalb aus ihrer Sicht zu Unrecht gemachte Gewinne aus fünf Jahrzehnten zurück. Zu den Beschuldigten zählen unter anderem die Konzerne Philip Morris USA, RJ Reynolds sowie Brown and Williamson, eine Tochter von British American Tobacco.
(apa/red)
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