Skurriler Wunsch erntet Zustimmung: Minardi möchte nach alten Regeln fahren
- Nachzügler-Team will mit alten Motoren weiter machen
- Tempo-Begrenzungen für die übrigen Mannschaften
·Endstand in der Formel 1-WM 2004
Endergebnis bei Fahrern und den Konstrukteuren!
·Heftige Diskussion um drittes F1-Auto
Nur Ecclestone dafür. Teams wollen kämpfen
Nichts beweist das momentane Chaos in der Formel 1 besser als dieser skurrile Wunsch: Minardi-Boss Paul Stoddart will, dass sein Nachzügler-Team im kommenden Jahr mit alten Motoren und nach alten Regeln weiter fährt, während sich die übrigen Teams den angekündigten Tempo-Begrenzungen beugen müssen.
Wegen des Ausstieges von Ford ist bekanntlich derzeit völlig offen, wie es mit Jaguar bzw. den Cosworth-Motoren weiter geht. Von zweiterem Problem sind ja auch Jordan und Minardi betroffen. Stoddart will nun 2005 als eine Art "Übergangsjahr" sehen und mit seinem Team nach bestehenden Regeln und aktuellen Motoren weiter fahren, während die Antriebe der Werks-Teams künftig ja zwei Renn-Wochenenden halten müssen.
"Hier geht es nicht um Geld sondern hier geht es darum, ob wir nächstes Jahr Motoren haben oder nicht", so Stoddart. Dass es laut dem Australier, der seit Ende 2001 das "italienische" Team führt, offensichtlich sogar breite Zustimmung der Konkurrenten gibt, verwundert freilich wenig. Für jedes Team, dass 2005 nicht am Start stehen kann, müssten zwei andere Teams jeweils ein drittes Auto einsetzen. Und das wäre mit enormen Kosten verbunden. (apa/red)
