Sonntag, 26. September 2004

Die Ski-Konkurrenz trauert "Steff" nach: US-Team überschüttet Eberharter mit Lob

  • Rahlves bedauert: "Auf dem Berg war Steff ein Tier"
  • PLUS: Die Karriere des Stephan Eberharter in Bildern!

Nach seinem Rücktritt wird Stephan Eberharter auch vom US-Skiteam mit Lob überschüttet. "Er war ein großer Wettkämpfer, ein großer und wahrer Champion", meinte etwa Dauer-Rivale Daron Rahlves, der nach dem good bye des Tirolers als Nummer eins der Welt in die kommende Abfahrts-Saison geht. Auch US-Alpindirektor Jesse Hunt verbeugte sich vor Eberharter. "Er ist ein großer Botschafter des Skisports und wir wünschen ihm nur das Beste."

Rahlves wurde beim Training der US-Abfahrer in Portillo vom späten Abschied des Österreichers "ein wenig" überrascht, "denn ich hätte geglaubt, dass er es gleich nach dem Saisonende sein lässt." Eberharter gegen Rahlves war ja in den vergangene Jahren das große Abfahrtsduell gewesen, meist mit dem Tiroler als Sieger, wie zuletzt bei der wohl eindrucksvollsten Vorstellung Eberharters in Kitzbühel. "Wann immer Steff noch am Start stand, konntest du dich nicht sicher fühlen", so der Kalifornier, der 2001 in St. Anton - vor Eberharter - Super G-Weltmeister geworden war.

Obwohl er nun die unangefochtene Nummer eins bei den Abfahrern sein sollte, kommt bei Rahlves wegen des Eberharter-Rücktritts auch ein wenig Wehmut auf. "Gerne wäre ich ihm noch einmal in Kitzbühel begegnet. Denn dort zu gewinnen ist nur dann besonders süß, wenn die Besten der Welt am Start sind", so der selbst bereits 31-Jährige.

Leichter würde es nun aber so oder so nicht werden, ist Rahlves überzeugt. "Ich muss jetzt selbst beweisen, dass ich die Nummer eins bin. Ein Rücktritt allein genügt dafür nicht. Steff war auf dem Berg ein Tier, er war einer der ultimativen Champions." Jesse Hunt wollte noch einmal festgehalten haben: "Eberharter war immer freundlich und hat die Leistungen der Anderen stets anerkannt und gewürdigt." (apa/red)

26.9.2004 10:38