Dienstag, 21. September 2004

Eine negative und eine positive B-Probe: Verwirrung im Dopingfall Tyler Hamilton

  • Erster Teilerfolg für den Olympiasieger von Athen
  • Blutdoping-Nachweisverfahren wird intensiv überprüft

Der des Blutdopings in Athen und im ersten Vuelta-Zeitfahren beschuldigte Tyler Hamilton hat einen Teilerfolg verbucht. Die in Lausanne untersuchte B-Probe vom Olympia-Zeitfahren war laut seinem Team Phonak negativ. Anderseits bestätigte die Gegenanalyse der in der Spanien-Rundfahrt vorgenommenen Kontrolle das Resultat der A-Probe, mit dem der US-Amerikaner des Blutdopings überführt worden war.

Die Phonak-Verantwortlichen kündeten derweil die Bildung eines Gremiums von Wissenschaftlern an, das sich mit dem neu entwickelten Blutdoping-Nachweisverfahren intensiv befassen soll. Das Ziel lautet, weitere Klarheit im Zusammenhang mit dieser Methode zu schaffen.

In einer weiteren Erklärung beteuerte Tyler Hamilton erneut, unschuldig zu sein. Der 33-jährige Amerikaner bezog sich explizit auf das olympische Zeitfahren ("Diese Goldmedaille lasse ich mir nicht nehmen"), nicht aber auf das Vuelta-Zeitfahren.

Trotz seiner Suspendierung bleibt Hamilton im Tagesgeschäft mit der Sportgruppe Phonak verbunden, und der Team-Kapitän will auch das firmeneigene Wissenschaftler-Gremium unterstützen. (apa)

21.9.2004 11:45